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Dieses kleine Detail kann das Leben auf der Internationalen Raumstation gefährden

Die Internationale Raumstation ist für viele Astronauten zeitweise ein Zuhause. Doch auch dauert lauert eine Gefahr.
Die Internationale Raumstation ist für viele Astronauten zeitweise ein Zuhause. Doch auch dauert lauert eine Gefahr.
Foto: Pixabay
Auf der Internationalen Raumstation ISS tummeln sich ähnliche Mikroorganismen wie wir sie auf der Erde kennen. Doch eine Sache könnte der ISS dennoch gefährlich werden.

Auf uns und in uns leben winzige Organismen. Manchmal haben sie einen nützlichen Zweck, manchmal machen sie uns krank. Auch im Weltall finden sich solche Mikroben wieder. Wie sich zeigt, scheinen sich die Mikroorganismen auf der Internationalen Raumstation ISS nicht sonderlich von der Erde zu unterscheiden. Dennoch könnten sie der ISS gefährlich werden.

Internationale Raumstation: Zwei Probleme durch Mikroben

Seit dem Jahr 2000 wechselt die Besatzung auf der Internationalen Raumstation ISS. Das führte dazu, dass sich dort auch eine Vielzahl von Bakterien und andere Mikroorganismen tummeln. Dadurch haben sich genau zwei Probleme entwickelt:

  1. Astronauten sind anfälliger für mikrobielle Infektionen, da das Immunsystem im Weltraum herunterfährt.
  2. Die Technik an Board kann Schaden nehmen.

Da sich die Keime in der Internationalen Raumstation nicht allzu sehr von denen eines Badezimmers auf der Erde unterscheiden, können wir davon ausgehen, dass die Gesundheit der Astronauten nicht zu stark gefährdet ist. Dafür scheint aber Problem Nummer 2 nicht zu unterschätzen zu sein.

Das All fasziniert Forscher, Bürger und mächtige Unternehmen.

Mikroben passen sich der Oberfläche der ISS an

Technophile Mikroorganismen können Metalllegierungen und Polymere angreifen. Bestimmte Pilze können daher die Materialien der ISS gefährden und damit die Funktionstüchtigkeit einschränken. Damit gibt es laut einem Forscherteam der Universität Graz zwar Entwarnung für die Gesundheitsgefahr der Astronauten, doch durch die Mikroben besteht ein Risiko für die Technik, wie es im Journal Nature Communications heißt.

Manche Mikroben besitzen eine genetische Anpassung, um beispielsweise eine Austrocknung zu überstehen. Daher können sie sich auf metallischen und textilen Oberflächen ansiedeln. Einige der Mikroben konnten sogar mit der Oberfläche des Materials interagieren.

Das Forscherteam empfiehlt daher Qualitätsstandards und Überwachungsmethoden, um Mikroorganismen auf Raumstationen und -schiffen besser im Blick zu haben.

Die NASA ermöglichte neulich einen spektakulären Blick ins All und nahm dich mit zur Internationalen Raumstation. Eine Fotografin hat es geschafft, die ISS vor der Sonne abzulichten. So winzig sieht die Raumstation im Vergleich aus. So kämpft die ISS gegen mutierte Superbakterien.

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