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Spektakuläre Superblitze: Das steckt hinter dem seltenen Wetterphänomen

Das Wetterphänomen der Superblitze wurde erst kürzlich von Meteorologen entdeckt.
Das Wetterphänomen der Superblitze wurde erst kürzlich von Meteorologen entdeckt.
Foto: imago images/Pixsell
Es klingt wie eine Erfindung aus einem Sci-Fi-Film, doch Superblitze sind tatsächlich ein seltenes Wetterphänomen. Wir verraten dir, was sich dahinter verbirgt.

In Europa kann es das ganze Jahr über zu Gewittern kommen. Dahinter steckt zunächst nichts Außergewöhnliches. Die normale Gewittersaison beginnt allerdings im Frühjahr und hält bis August an. Doch das ein wirklich ungewöhnliches Wetterphänomen ereignet sich schließlich ab November. Bei diesem Spektakel treten auch endlich die Superblitze auf, von denen wir dir heute mehr erzählen wollen.

Superblitze sind ein seltenes Wetterphänomen

Was sind eigentlich Superblitze? Im Vergleich zu einem Blitz aus einer gewöhnlichen Gewitterwolke, ist ein Superblitz 1.000-mal stärker. Sie treten zudem auch an anderen Orten und zu komplett anderen Zeiten auf. Genau das macht sie zu einem mysteriösen Wetterphänomen. Ab November beginnt die Zeit der spektakulären Gewitter, wie Meteorologen der University of Washington erkannt haben.

Sie haben sich mit der Superblitz-Entladung auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse im Fachjournal Atmospheres präsentiert. Dabei ist ihnen ein überraschendes Muster aufgefallen.

  • Superblitze entladen sich anders als normale Blitze
  • Sie treten häufiger in Küstennähe auf, häufig über dem Mittelmeer, Nordostatlantik und den Anden
  • Häufige Entladung über dem Meer
  • Ungewöhnlich: Man sieht sie öfters im Winterhalbjahr der Nordhalbkugel
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So kamen die Meteorologen den Superblitzen auf die Spur

Für das Ergebnis wurden Daten des World Wide Lightning Location Networks ausgewertet. Es gibt rund 100 Aufzeichungsgeräte, die Blitzaktivitäten der südlichen Antarktis bis Nordfinnland überwachen. Zwischen 2010 und 2018 wurden zwei Milliarden Blitze aufgezeichnet. Diese Hat das Team um Robert Holzworth ausgewertet und konnte somit dieses unerwartete Muster aufdecken.

Die Superblitze wurden von mindestens drei Messstationen geortet und wiesen eine Energie von rund einer Millionen Joule auf. Das ist 1.000-mal so viel, wie ein Durchschnittsblitz hat. Nur einer von 250.000 Blitzen erreichte eine solche Energie.

Bislang war schon bekannt, dass Blitze, die sich über dem Meer entladen, eine durchschnittlich höhere Ladung haben, als Blitze über dem Land. Doch einen so enormen Unterschied, wie sie das Wetterphänomen der Superblitze aufweisen, konnte seither nicht beobachtet werden.

Entstehung der Superblitze noch unklar

Die globale Gewittersaison lässt sich normalerweise auf das Sommerhalbjahr festlegen. Das Wetterphänomen der Superblitze tritt aber von Februar bis November auf. Womit das Phänomen zusammenhängt ist noch unklar. Holzwort tippt auf die Aktivität der Sonnenflecken oder den Einfluss kosmischer Strahlung.

Falls du das Wetterphänomen der Superblitze fotografisch festhalten möchtest. So bekommst du das perfekte Gewitter-Foto. Mythos oder nicht? Darfst du dein Handy bei Gewitter nutzen? Wir verraten es dir und erklären dir auch, ob fernsehen bei Gewitter gefahrlos geht.

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