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Die Besonderheit der wabernden Wasserstoff-Wolken im Universum

Fr, 23.08.2019, 15.54 Uhr

Faszination Universum und die Geheimnisse, die es für uns bereit hält

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Im Universum ist Wasserstoff wohl das am häufigsten auftretende Element, da es Hauptbestandteil der Sterne ist. Es finden sich auch Wolken aus Wasserstoff im All, die besondere Aufgaben erfüllen.

Groß, kalt und dunkel, so sehen die Wasserstoff-Wolken aus, die durch das Universum schweben. Sie sind auch zwischen den Sternen unserer Milchstraße zu finden. Sie haben eine Besonderheit an sich.

Im Universum wabern Wasserstoff-Wolken herum

Normalerweise sind kalte Gaswolken nicht zu sehen. Doch die Wasserstoff-Wolken, die zuletzt im Universum gesichtet wurden, sind anders. Den Grund dafür hat der niederländische Astronom Henk van de Hulst 1944 herausgefunden: Das Elektron eines Wasserstoffatoms gibt bei der Änderung seiner Drehrichtung eine charakteristische Strahlung ab. Der Fachbegriff dafür lautet der Übergang der Hyperfeinstruktur des Wasserstoffs.

Besondere Eigenschaften der Wasserstoff-Wolken

Diese schwache Strahlung hat eine Frequenz von 1.420 Megahertz und eine Wellenlänge von 21 Zentimetern. Die Bedeutung der 21-Zentimeter-Linie wurde erst 1951 herausgefunden, wie Deutschlandfunk berichtet. Anhand dieser Strahlung können Astronomen die Wolken in der Milchstraße und anderen Galaxien kartieren. Auch die Masse von Galaxien und die Bewegung von Objekten im Universum lassen sich damit abschätzen

Mit dem Radioteleskop Effelsberg konnte ein Forscherteam eine genaue Wasserstoffkarte unserer Milchstraße erstellen. Die geringe Strahlung lässt die Wasserstoff-Wolken im Universum leicht vor sich hinglimmen.

Nicht nur Wasserstoff-Wolken sind ein unglaubliches Phänomen des Universums. Die geheime "fünfte Kraft" könnte alles zusammenhalten. Forscher vermuten, dass ein zweiter Urknall unser Universum auslöschen könnte.

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