Science 

Ein(en) Hoch auf die Wissenschaft: Dick-Pics sollen neue Software befeuern

Diese Software braucht Dick-Pics, um dazuzulernen.
Diese Software braucht Dick-Pics, um dazuzulernen.
Foto: imago images / Photocase
Die US-Studentin Kelsey Bressler will deine Dick-Pics haben – für die Wissenschaft. Konkret benötigt sie die Penis-Bilder zur Entwicklung einer neuen Software.

Die Studentin und Software-Entwicklerin Kelsey Bressler arbeitet derzeit an einem neuen Programm. Es mag ein ehrenwertes Ziel verfolgen, doch klingt der Weg dorthin eher absurd. Denn Bresslers Software benötigt Dick-Pics, um zu funktionieren. Durch das Bildmaterial trainiert, soll sie künftig Direktnachrichten mit entsprechenden Aufnahmen erkennen und aussortieren können. Beim Testen der Software kannst du behilflich sein.

Dick-Pics für den Safe Space

Erstellen sich weibliche Internetnutzer unter eigenem Namen ein Konto im Netz, können sie davon ausgehen, dass das nicht unbemerkt bleibt. Gerade dann, wenn es sich bei ihnen um Personen des öffentlichen Lebens handelt, verstehen das viele männliche Nutzer offenbar fälschlicherweise als Einladung. Das Resultat: Immer wieder treffen die Nutzerinnen in ihren Direktnachrichten auf unerwünschte Dick-Pics.

"Ich glaube fest daran, dass eine technische Lösung für dieses Problem vielen anderen zugutekommen würde, die in derselben Situation sind wie ich und sich persönlich verletzt fühlen, wenn ihnen sowas widerfährt", erklärt Bressler im Gespräch mit Golem.de. Im Training der Software sei es jedoch unerlässlich, dass sie erstmal mit entsprechendem Bildmaterial getestet werde.

Zu diesem Zweck hat Bressler einen Twitter-Account unter dem User-Namen @showYoDiq eingerichtet, an den Nutzer Dick-Pics senden können. Sogar Merchandising mit dem Motto "Send nudes (for science)" verkauft die Studentin.

Penis, Hot Dog oder Donald Trump?

"Leute schicken mir ziemlich viele Fotos von Trumps Gesicht. Aber sie versuchen auch, den Filter zu testen oder auszutricksen", so Bressler. "Einer hat seinen Penis in ein Hotdog-Brötchen gepackt, ein anderer hat ihn komplett mit Glitter überzogen. Ein Mann schickte mir ein Foto von sich mit einem gefrorenen Truthahn – das Bild würde ich im Nachhinein gerne aus meinem Gedächtnis löschen."

In Zusammenarbeit mit den Betreibern sozialer Netzwerke und Messengern arbeitet die Entwicklerin derzeit an der Software-Integration, um Frauen plattformübergreifend vor unerwünschten Bildern zu schützen. Doch auch abgesehen von Dick-Pics solltest du darauf achten, was du versendest, denn deine WhatsApp-Nachrichten enthüllen erschreckende Details über dein Liebesleben.

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