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Auf Jupiters Mond droht eine monströse Katastrophe – sie wird von der Erde aus sichtbar sein

Ein riesiger Vulkanausbruch bedroht Jupitermond Io.
Ein riesiger Vulkanausbruch bedroht Jupitermond Io.
Foto: imago images/UPI Photo
Der größter Vulkan des Jupitermonds Io könnte in den nächsten Tagen ausbrechen. Auf der Erde käme dies einer riesigen Katastrophe gleich.

Im Universum und insbesondere auf dem Jupitermond Io, auch "Jupiter 1" genannt, geht es heiß her: Mit mehr als 400 vulkanischen Zentren und rund 150 aktiven Vulkanen, produziert der Trabant des Planeten rund 100 Mal mehr Lava als alle Vulkane der Erde zusammengenommen. Wissenschaftler haben den Mond deshalb genau im Blick und sagen voraus: Auf dem Jupitermond wird es in Kürze einen monströsen Vulkanausbruch geben.

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Jupitermond in Gefahr? So krass ist der Vulkanausbruch im Universum wirklich

Das Besondere: Ein bevorstehender Vulkanausbruch kann auf der Erde, wenn überhaupt, erst kurz vor dem Ausbruch prognostiziert werden. Der größte Vulkan des Jupitermondes, genannt "Loki Patera", jedoch folgt bei seinen Eruptionen einer gewissen Regelmäßigkeit und ist für Forscher daher besser einzuschätzen. Beobachtungen des Jupitermondes zeigten bereits, dass "Loki" im Zeitraum 1988 bis 2000 alle 540 Tage ausgebrochen ist. Einmal begonnen, dauerten die Eruptionen dann über 230 Tage an. Es folgte eine kurze Phase, in der der Vulkan ohne erkennbare Regelmäßigkeit ausbrach.

Seitdem jedoch etablierte sich ein neuer Rhythmus: Eruptionen ereignen sich nun alle 475 Tage und halten rund 160 Tage an, wie die Forscherin Julie Rathbun vom Planetary Science Institute in Arizona berichtet.

Vulkanausbruch auf Jupitermond Io von der Erde aus sichtbar

Diese Daten haben die Wissenschaftler nun genutzt um vorauszusagen, dass der Mega-Vulkanausbruch im Universum in Kürze bevorsteht. „Wenn die nächste Eruption die 475-Tage-Periode einhält, dann müsste sie im September 2019 beginnen“, zitiert scinexx die Forscher des Instituts. Kommt es zum Vulkanausbruch, wird das Aufleuchten auf dem Jupitermond so hell sein, dass es mit Teleskopen selbst von der Erde aus sichtbar sein wird. „Wenn er ausbricht, macht er fast 15 Prozent der gesamten Wärmeabstrahlung Ios aus", erklären die Wissenschaftler.

Allerdings: Schon 2017 und 2018 lagen die Forscher mit ihren Vorhersagen für den Vulkanausbruch auf dem Jupitermond daneben. Denn Loki nahm sich nicht so viel Zeit, wie erwartet und brach in beiden Jahren schon nach 440 Tages aus. „Man muss vorsichtig sein, denn der Vulkan ist nicht umsonst nach dem trickreichen Gott Loki benannt“, so Rathbun.

Jupitermond mit 200 Kilometer großem Lavasee

Warum genau "Loki" mit einer recht stabilen Regelmäßigkeit ausbricht, ist nicht ganz klar. Doch die Universum-Forscher haben eine Vermutung. Sie gehen davon aus, dass "Loki" weniger ein klassischer Vulkan ist, sondern vielmehr ein mehr als 200 Kilometer großer Lavasee. Dieser Lavasee wird in dem Modell der Wissenschaftler von einer Kruste bedeckt. Immer dann, so die Theorie, wenn die Kruste unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbricht, kommt es zu neuerlichen Eruptionen auf dem Jupitermond.

Mitte September, so die Vorhersagen der Experten, soll "Loki" ausbrechen. Ob sich der Vulkan in diesem Jahr an die Vorhersagen hält? In den kommenden Tagen wissen wir mehr. Rund um den Jupiter ist so einiges los. Erst vor kurzem wurde der Jupiter von etwas sehr großem getroffen. Auch anderswo im Universum passiert Ungewöhnliches: Das Schwarze Loch in unserer Milchstraße verhält sich ganz plötzlich unberechenbar.

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