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Forscher stellt verrückte Theorie zu außerirdischem Leben auf

Ein Forscher liefert eine neue Antwort auf die Frage, wieso wir noch kein außerirdisches Leben entdeckt haben. Seine Überlegungen klingen ziemlich ungewöhnlich.
Ein Forscher liefert eine neue Antwort auf die Frage, wieso wir noch kein außerirdisches Leben entdeckt haben. Seine Überlegungen klingen ziemlich ungewöhnlich.
Foto: iStock/dottedhippo
Die Suche nach außerirdischem Leben fasziniert die Menschheit. Ein Wissenschaftler überrascht nun mit einer Idee, die ziemlich verrückt klingt.

Was wäre wenn außerirdische Raumschiffe sich bereits mitten unter uns befinden – und wir sie nur einfach nicht wahrnehmen können, weil es sich um winzig kleine Gebilde im Nanobereich handelt? Klingt verrückt? Dabei handelt es sich aber tatsächlich um die neue Theorie eines Wissenschaftlers, der sich mit der Existenz von außerirdischem Leben befasst und damit versucht, das sogenannte Fermi-Paradoxon zu erklären.

Außerirdisches Leben und das Fermi-Paradoxon

Das Paradoxon – benannt nach dem italienisch-amerikanischen Physiker Enrico Fermi – geht davon aus, dass es aufgrund der scheinbar unendlichen Anzahl von Planeten und einem Universum, das mehrere Milliarden Jahre alt ist, sehr wahrscheinlich ist, dass die Menschheit nicht alleine im Universum ist. Paradox fand Fermi, dass noch kein außerirdischer Kontakt stattgefunden hat. Er schlussfolgerte daraus, dass entweder unser Verständnis oder unsere Beobachtungen fehlerhaft seien. Niemand hat bis heute eine befriedigende Antwort auf das Fermi-Paradoxon finden können. Ob außerirdisches Leben existiert, wissen wir nicht.

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Vielleicht, so lautet die aktuelle Theorie des Astrophysikers Zaza Osmanov von der Freien Universität Tiflis in Georgien, sind Außerirdische aber schon längst unter uns. Sie könnten etwa in winzigkleinen Mikromaschinen unterwegs seien, die nur eine Länge von einem Nanometer haben, spekuliert der Forscher. Um seine eher ungewöhnliche Theorie zu untermauern, habe der Wissenschaftler einige Berechnungen angestellt, wie sciencealert schreibt.

Osmanov und die Von-Neumann-Sonde

Seine Überlegungen basieren auf der Idee der sogenannten Von-Neumann-Sonde: dabei handelt es sich um ein hypothetisches Konzept für selbstreplizierende Raumschiffe, das auf der Idee der selbstreproduzierenden Automaten des Mathematikers John von Neumann beruht. Außerirdische Lebensformen könnten, um fremde Galaxien zu erforschen, solche selbstreplizierenden Raumschiffe aussenden, ohne dabei Gefahr zu laufen, den eigenen Heimatplaneten verlassen zu müssen.

Allerdings: Bereits in der Vergangenheit stießen Versuche herauszufinden, wie die Von-Neumann-Sonde in der Theorie funktionieren könnte, auf ein großes Problem – die kontinuierliche Selbstreplikation würde eine permanente Versorgung mit neuen Materialien voraussetzen. Genau an diesem Punkt setzen Osmanovs neue Überlegungen nun an. Um nämlich das Problem der Materialversorgung zu umgehen, hat der Forscher die Skala der Raumfahrzeuge einfach nach unten geschrumpft. Sein Ergebnis: Mikroskopisch kleine Raumschiffe würden natürlich viel weniger Material benötigen, außerirdisches Leben könnte auf diesem Wege vielleicht das Universum bereisen.

Ungeprüfte Thesen

Anzumerken ist an dieser Stelle jedoch, dass Osmanovs veröffentlichte Thesen noch nicht von anderen Wissenschaftlern unter die Lupe genommen worden sind. Allzu viel Bedeutung sollte man ihnen daher vorerst nicht zukommen lassen. Spannend sind seine Überlegungen aber allemal und präsentieren uns eine weitere faszinierende Möglichkeit, wie andere Zivilisationen uns eines Tages vielleicht doch noch erreichen könnten.

Die Vorstellung, dass außerirdisches Leben im Universum existiert, für uns jedoch noch nicht sichtbar ist – oder nicht sichtbar sein will – ist nicht neu. Immer wieder versuchen Wissenschaftler mit neuen Theorien und Vermutungen, das Fermi-Paradoxon zu erklären. Ein russischer Wissenschaftler etwa hat eine sehr deprimierende Theorie, wieso wir noch kein außerirdisches Leben entdeckt haben. Andere Forscher gehen davon aus, dass Außerirdische die Erde bereits besucht haben – die Menschheit zu dieser Zeit jedoch noch nicht existierte.

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