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Dunkler Materie auf der Spur: Röntgenteleskop liefert imposante Bilder von Nachbar-Galaxie

Unser Universum ist voller ungeklärter Geheimnisse. In unserer Nachbar-Galaxie fand beispielsweise ein erstaunliches Ereignis statt.
Unser Universum ist voller ungeklärter Geheimnisse. In unserer Nachbar-Galaxie fand beispielsweise ein erstaunliches Ereignis statt.
Foto: iStock/ dottedhippo
Erstmals wurden nun durch das Röntgenteleskop eRosita des Max-Planck-Instituts spektakuläre Weltall-Bilder unserer Nachbar-Galaxie geliefert, die ein faszinierendes Ereignis dokumentieren.

Das deutsche Röntgenteleskop eRosita ist in der Lage, Strukturen des Alls mithilfe der Röntgenstrahlung sichtbar zu machen und somit die Dunkle Energie und die Dunkle Materie im All näher zu untersuchen. Aufgrund dessen reist eRosita bereits seit einem Vierteljahr im All umher und lieferte nun erste Aufnahmen unserer Nachbar-Galaxie, der Großen Magellansche Wolke, sowie zwei Galaxienhaufen, die etwa 800 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt liegen. Zudem offenbaren die imposanten Weltall-Bilder eine 30 Jahre zurückliegende Supernova-Explosion, deren Schockwelle sich bis zum heutigen Tag ausbreitet – und die Weltraumforschung revolutionieren könnten.

Röntgenteleskop zeigt imposantes Ereignis von entfernter Galaxie

Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching teilte nun spannende Weltall-Bilder, die durch eRosita (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) entstanden und die neben einer erstmals sichtbar gemachten Interaktion zweier Galaxienhaufen (A3391 und A3395) außerdem eine Supernova-Explosion in unserer Nachbar-Galaxie aus dem Jahr 1987 darstellen. Die extrem heißen Gase, die ausgesendet werden, kann eROSITA im Gegensatz zu optische Teleskopen als Röntgenstrahlen erfassen.

Die Quelle der Explosion, SN 1987A, die 168.000 Lichtjahre entfernt liegt, schwächt sich zwar mit der Zeit immer mehr ab, doch die Schockwelle der Explosion breitet sich noch bis heute weiter aus. Als Supernova wird das helle Flackern eines massereichen Sterns am Ende seiner Lebenszeit bezeichnet, der Stern wird bei der Explosion vernichtet.

Auf den Aufnahmen von eRosita sind weiterhin auch Vordergrundsterne der Milchstraße sowie weit entfernte aktive Galaxienkerne zu sehen, berichtet Heise.

eRosita soll das Wirken der Dunklen Energie offenbaren

Die Weltall-Bilder des Röntgenteleskops sollen mehr Informationen über die sogenannte Dunkle Energie, die für die Ausdehnung des Universums verantwortlich ist, offenbaren und auch der Dunklen Materie auf die Spur kommen sowie ihr Wirken mithilfe der Röntgenstrahlung darstellen. eRosita soll folglich die Wissenschaft dabei unterstützen, das Universum so detailliert wie möglich zu verstehen.

Die Theorie eines niederländischen Forschers geht allerdings davon aus, dass die unsichtbare Dunkle Materie schlicht inexistent ist. Ob eine solche Suche gewinnbringend ist, bleibt also fraglich. Allerdings kann man auch Forschern nicht immer vertrauen – laut einer aktuellen Theorie dürfte nämlich auch unser Universum gar nicht existieren.

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