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447 Jahre alte Supernova: NASA macht verblüffende Beobachtungen

Die Tycho Supernova im Universum beschäftigt NASA-Forscher noch heute.
Die Tycho Supernova im Universum beschäftigt NASA-Forscher noch heute.
Foto: NASA
Die Tychos Supernova hat bereits 1572 begonnen. Dennoch sind bislang nicht alle Fragen zu SN 1572 beantwortet. Nun ist die NASA einen Schritt weitergekommen.

Dass Sterne sterben, ist keine Seltenheit. Der vorzeitige Tod von SN 1572, auch als Tychos Supernova bekannt, hat dennoch für Aufsehen gesorgt. Dies liegt daran, dass das Ereignis in der Cassiopeia-Konstellation der Milchstraße relativ nah bei uns liegt. Als es im Jahr 1572 zur Explosion kam, wurde der Stern für einige Zeit zum zweithellsten Objekt am Nachthimmel. Die Tychos Supernova wurde nach dem gleichnamigen dänischen Astronomen Tycho Barhe benannt, der seiner Zeit die genausten Beobachtungen über das Phänomen machte. Nun nimmt die NASA die Forschungen wieder auf – und lernt dabei Erstaunliches über unser Universum.

NASA: Das lehrt und die Tychos Supernova über das Universum

Kürzlich hat die NASA mithilfe eines Satelliten mit Röntgenteleskops, dem Chandra X-ray Observatory, einen erneuten Blick auf SN 1572 geworfen. Ziel war es zu verstehen, wie das äußere Erscheinungsbild des Sterns, der mit seinen Knoten und Fäden heute aussieht wie ein riesiger Staubball, zustande gekommen ist.

SN 1572 explodierte in einer sogenannten Typ-1a-Supernova: Ein massenreicher weißer Zwerg mit dem Gewicht unserer Sonne ist mit einem zweiten Stern in unmittelbarer Nähe verschmolzen. Die resultierende Explosion vernichtete den weißen Zwerg und streute seine Materie ins Universum. Diese Brocken leuchteten hell in der Wellenlänge von Rötgenstrahlen, weil sie durch die durch die Explosion verursachten Stoßwellen erhitzt werden, "ähnlich wie Schallknalle von Überschallflugzeugen", erklärtedie NASA.

NASA: Missionen, Pläne und Entdeckungen
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SN 1572: Supernova dehnt sich noch immer im Universum aus

Das Röntgenbild der NASA zeigt rote und blaue Siliziumelemente, die sich auf und zu und von uns weg bewegen. In einer Theorie der Forscher über die Bildung der Knoten war die Materie im Stern nach der Explosion relativ glatt und wurde später klumpig. In einem anderen Fall verursachte die Explosion selbst Klumpen. Um beide Hypothesen zu testen, erstellten die Wissenschaftler zwei verschiedene Simulationen für jedes dieser Szenarien und ließen sie laufen, um sie anschließend mit den Röntgenaufnahmen zu vergleichen.

NASA: Explosion hatte mehrere Ursprünge

Mit überraschendem Ergebnis: Die Aufnahmen der Supernova ähneln der Simulation, bei der die Klumpen durch die Explosion verursacht wurden. "Forscher sind sich noch nicht sicher wie, aber eine Möglichkeit wäre es, dass die Explosion des Sterns mehrere Zündpunkte hatte, wie Dynamitstangen die gleichzeitig an verschiedenen Orten hochgehen", erklärte die NASA.

Diese Forschungen sind besonders wichtig, um die Helligkeit der Supernova zu berechnen. Denn: Nur so können Wissenschaftler die Expansion des Universums besser verstehen. Außerdem soll erforscht werden, wie explodierte Sterne Elemente wie Eisen auf andere Planeten und Sterne verteilen. Die Tycho Supernova dehnt sich derweil weiter im Universum aus, während sich die Explosion in Zeitlupe fortsetzt.

Auch der Tod des Sterns SN 2016 sorgte kürzlich für Aufruhr: Das ist seine astronomische Besonderheit. Eine neue Urknalltheorie: Dieser uralte Stern könnte das Alter des Universums neu datieren.

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