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Ex-NASA-Forscher und Mars-Rover-Spezialist hat 5 Gründe gegen das Leben auf dem Mars

Das Leben auf dem Mars stellst du dir spannend vor? Ein NASA-Forscher und Mars-Rover-Spezialist hat fünf Gründe, die dagegen sprechen.
Das Leben auf dem Mars stellst du dir spannend vor? Ein NASA-Forscher und Mars-Rover-Spezialist hat fünf Gründe, die dagegen sprechen.
Foto: imago images / Design Pics
Der Planetenforscher Steve Squyres hat lange Zeit für die Projekte der NASA-Mars-Rover gearbeitet. Nach langjähriger Arbeit ist er sicher, dass er nie auf dem Mars leben möchte.

Mit den zunehmenden Plänen von Elon Musk ein menschliches Leben auf dem Mars möglich zu machen, steigt auch die Hoffnung auf eine alternative Erde. Steve Squyres hat 15 Jahre lang mit den Mars-Rovern der NASA geforscht und kennt den roten Planeten so gut, wie es nur sehr wenige Menschen tun. Nach all den Jahren ist eins sicher: Dort leben möchte er nicht. Und er empfiehlt es auch niemandem.

Der Mars: NASA, SpaceX & Co. auf Jagd nach dem Roten Planeten
Der Mars: NASA, SpaceX & Co. auf Jagd nach dem Roten Planeten

NASA-Forscher packt aus: Mars-Rover sei Dank

Durch die Mars-Rover-Missionen der NASA ist es ihm klargeworden: Steve Squyres kann ein Leben auf dem Mars einfach nicht empfehlen. Seine Abneigung gegen das Leben auf dem Roten Planeten geht sogar so weit, dass er sich dem Unternehmen von Mars-Liebhaber Elon Musks größtem Rivalen angeschlossen hat. Squyres arbeitet nach seiner langjährigen Forschung für die NASA jetzt als leitender Wissenschaftler für Jeff Bezos Unternehmen Blue Origin.

Seine Abneigung gegen eine Zivilisation auf dem Mars kommt aber nicht von jeher. Diese fünf Gründe sprechen nach dem ehemaligen NASA-Forscher gegen das Leben auf dem Mars.

Deswegen ist der Rote Planet nichts für uns Menschen

In einer Präsentation stellte der Mars-Rover-Spezialist seine Gegenargumente gegen ein Leben auf dem Mars vor. Diese fünf Gründe könnten auch dich umstimmen:

#1 Zu viel Staub

Der Mars wird ja nicht umsonst auch "Roter Planet" genannt. Der Name kommt von dem omnipräsenten Oberflächenmerkmal des Himmelskörpers. Roter Staub bedeckt die gesamte Oberfläche und ist laut Squyres echt nervig. Würdest du auf dem Mars leben, wäre das eine ganz schön nervige Angelegenheit, denn der Staub ist so fein, dass er einfach überall klebt.

#2 Es ist zu kalt

Es stimmt zwar, dass die Temperatur auf dem Mars bis zu lauwarmen 20 Grad Celsius betragen kann, doch die Regel sei klirrende Kälte. Im Normalfall ist es auf dem roten Planeten mit etwa -60 Grad nämlich eisig kalt. Gut, auch auf der Erde kann es mal so kalt werden, aber willst du wirklich immer in solch einer Kälte leben? Der ehemalige NASA-Forscher empfiehlt einfach mal ein Jahr in der Antarktis zu verbringen. Diese würde einen Vorgeschmack auf ein Leben auf dem Mars bieten.

#3 Zu wenig Menschenvielfalt

Wie der Mars-Rover-Spezialist bestätigt, werden sich sicherlich Menschen finden, die auf den Mars umziehen möchten. Allerdings werden sich die wenigsten Senioren für diesen Schritt entscheiden. Auch Familien mit Kindern werden eher nicht auf den Mars auswandern. Das Problem einer Mars-Zivilisation sei, dass es keine Generationsvielfalt gäbe.

#4 Der Mars lässt sich nicht ändern

Dass der Mars nicht die optimalen Lebensbedingungen für Menschen bietet ist den zuständigen Forschern klar. Deswegen versuchen sie menschenfreundliche Bedingungen für den Mars künstlich zu gestalten. Hier wirft Squyres jedoch ein, dass wir Menschen selbst mit der Klimaregulation auf der Erde überfordert sind. Wie sollen wir dann die Umwelthürden des roten Planeten bewältigen?

#5 Der Mars soll erforscht werden, aber nicht belebt

Der Mars-Spezialist ist dennoch für die erfolgreiche Erforschung des roten Planeten. Dafür solle man auch so schnell wie möglich bemannte Raketen zum Mars schicken. Doch diese sollen mit Spezialisten gefüllt sein, die dort hinfliegen, um die Wissenschaft voranzubringen. Für immer dort bleiben sollen sie allerdings nicht.

Des Weiteren schlägt Squyres in seinem Vortrag vor, die Vermittlung zwischen Mars und Erde zu schwächen. Die Übertragungszeit würde in vielen Fällen zu lang dauern. Sollten es in den nächsten Jahren tatsächlich Forscher auf den Mars schaffen seien diese gefährdet, wenn sie ständig mit der Erde kommunizieren müssten. Der ehemalige NASA-Forscher schlägt deswegen vor ein Kontrollzentrum auf dem Mars zu errichten.

Entgegen der Warnungen von Squyres machen sich Mars-Forscher schon bereit für das Leben auf dem Mars. Elon Musk tüftelt bereits an Mitteln, um die Temperatur auf dem Mars zu regulieren. Ein notwendiges Gadget für seine Mars-Stadt. So viel soll Elon Musks Stadt auf dem Mars übrigens kosten.

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