Science 

Neue Urknalltheorie: Haben geheimnisvolle Gravitationswellen unser Universum geschaffen?

Urknalltheorien über unser Universum gibt es zuhauf. Doch die Neueste glaubt den Grund für die Entstehung herausgefunden zu haben.
Urknalltheorien über unser Universum gibt es zuhauf. Doch die Neueste glaubt den Grund für die Entstehung herausgefunden zu haben.
Foto: iStock/coffeekai
Eine neue Urknalltheorie beschäftigt sich mit den Wellen, die den Urknall ausgelöst haben. Handelte es sich dabei um Gravitationswellen?

Unser Universum ist eines der größten Rätsel der Wissenschaft. Ein neuer Ansatz der Urknalltheorie nimmt die "Urknallwellen" genauer unter die Lupe. Dieser Frage soll auf den Grund gegangen werden. Einfach ist sie allerdings nicht, denn das passende Instrument zu finden, dass dies untersucht, ist schon gar nicht so einfach.

Mysteriöses Universum: Das sagt die neue Urknalltheorie aus

Eine neue Urknalltheorie spekuliert über die Messung der Gravitationswellen des Urknalls. Mit dem Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium (LIGO) wäre eine solche Messung nicht möglich, doch könnte das Weltraum-Interferometer LISA (Laser Interferometer Space Antenna) so etwas? Aber abgesehen von der Messung der Urknallwellen, ist auch bislang noch nicht klar wie diese entstanden sind.

Forscher gehen davon aus, dass die "Urknallwellen" eine Ursache der Quantenfluktuationen im frühen Universum waren. Solche Gravitationswellen entstehen, wenn durch eine Energie- und Dichteschwankung Masse beschleunigt. Heutzutage wäre so etwas messbar. Doch bislang gibt es keine Beweise für eine kosmische Inflation. Daher lässt sich die Urknalltheorie, dass unser Universum in einem Quantenuniversum entstanden ist, nicht belegen.

Urknallwellen lassen sich nur schwer messen

Wie sich mittlerweile herausstellt, sind zeigen die Urknallwellen bis heute noch ihre Nachwehen, da sie ein neues Schwingungensverhalten an den Tag legen. Sie unterscheiden sich von den Signalen, die LIGO auffangen konnte, wenn Schwarze Löcher und Neutronensterne verschmelzen. Bei den Urknallwellen handelt es sich um ein allgegenwärtiges Signal, das wie ein schwaches Summen auf allen Frequenzen beschrieben werden kann. Doch genau diese Signale im Universum herauszufiltern, ist nicht einfach.

Kosmologen gehen von einem Anstieg der Urknallwellen auf kleiner Frequenz aus. Die kosmische Inflation dehnt den Raum im Universum rasant aus. Dadurch werden die Gravitationswellen, die vor dem Urknall gab, gestreckt und weisen eine große Wellenlänge vor. Sie sind auf einer sehr niedrigen Frequenz.

Faszination Universum und die Geheimnisse, die es für uns bereit hält
Faszination Universum und die Geheimnisse, die es für uns bereit hält

Weltraum-Interferometer LISA könnte Antworten liefern

Die Urknallsignale sind im Vergleich dazu stärker, doch sie sind schwächer als die gemessenen Signale von den Wellendetektoren LIGO, Virgo und GEO 600 und befinden sich aktuell sogar unter der Nachweisgrenze. Das kann auch noch einige Jahrzehnte so sein.

Das Weltraum-Interferometer LISA soll 2034 starten und auf die Suche der Urknallwellen gehen, um die neueste Urknalltheorie zu stärken, heißt es bei Spektrum. LISA ist empfindlicher als die anderen Detektoren und sollte die Wellen daher messen können.

Doch der Ursprung der Gravitationswellen, die den Urknall auslösten, ist nicht die einzige Urknalltheorie. Forscher gehen davon aus, dass ein alter Stern das Alter unseres Universums datieren könnte. Eine bizarre Urknalltheorie versucht die Entstehung des Universums zu erklären.

Zu den Kommentaren
Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen