Science 

Künstliche Intelligenz programmieren – jetzt auch mit Fäkalien

Du kannst dabei helfen, eine Künstliche Intelligenz zu programmieren, indem du Fäkalien-Fotos einsendest.
Du kannst dabei helfen, eine Künstliche Intelligenz zu programmieren, indem du Fäkalien-Fotos einsendest.
Foto: Unsplash
KI gibt es mittlerweile in jeder nur denkbaren Ausprägung. Sogar mit Exkrementen lässt sich mittlerweile eine spezielle Künstliche Intelligenz programmieren.

Eine Künstliche Intelligenz zu programmieren bedarf eines gewaltigen Aufwands. Liegt das Grundkonzept bereit, wird sie mit gewaltigen Datenbanken gefüttert, um zu lernen, Verbindungen zu schaffen und zu "verstehen". So läuft aktuell eine Kampagne des Massachusetts Institute of Technology (MIT), mit deren Hilfe rund 100.000 Aufnahmen von Fäkalien gesammelt werden sollen, um damit eine solche Datenbank zu befüllen.

Fäkalien-Datenbank soll Künstliche Intelligenz programmieren

"We dare you to give a shit for science", heißt es auf der Webseite der Kampagne und damit ist auch schon das meiste gesagt. Denn die Forscher wollen dich nicht nur für das KI-Training interessieren, sondern dich in Form deiner Fäkalien auch noch daran beteiligen. "Wir denken nicht immer an Stuhl als tägliche Datenablage, sondern als direktes Ergebnis unserer Gesundheit", erklärt Ara Katz, Mitbegründerin und Co-CEO von Seed Health, gegenüber The Verge.

Unter dem Hashtag #GIVEaSHIT werben die Wissenschaftler für ihre Sache, denn sie ist nicht sinnlos. Alleine in den Vereinigten Staaten leidet im Schnitt einer von fünf Menschen unter einer chronischen Darmerkrankung. Rufst du die Webseite des Teams (www.https://seed.com/poop/) auf deinem Handy auf und klickst den Hashtag-Button, kannst du im Grunde direkt mittels deiner Fäkalien helfen, die Künstliche Intelligenz zu programmieren.

Scheinbar absurde KI mit sinnvollem Zweck

Ebenso, wie die Doktorandin, die dazu aufforderte, mit Dick-Pics ihre neue Software zu befeuern, um es Frauen zu ermöglichen, ihre Inbox von unerwünschten Bildern zu reinigen, soll auch die KI der MIT-Forscher einen sinnvollen Zweck erfüllen. Die anonymisierten Bilder, mit denen die Künstliche Intelligenz programmiert werden soll, werden von Ärzten geprüft und analysiert, damit irgendwann auch das Programm lernt, sichere Diagnosen zu stellen.

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