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Gefahr Broken-Heart-Syndrom: So krank macht dich Liebeskummer wirklich

Ein gebrochenes Herz hat ernsthafte Konsequenzen: das Broken-Heart-Syndrom.
Ein gebrochenes Herz hat ernsthafte Konsequenzen: das Broken-Heart-Syndrom.
Foto: iStock/MarsBars
Hast du ernsthaft Liebeskummer, leidest du unter dem Broken-Heart-Syndrom. Ärzte wissen mittlerweile, wie gefährlich das für dich ist.

Liebeskummer haben wir so ziemlich alle schon einmal im Leben gehabt. Schön ist das natürlich nicht. Du fühlst dich depressiv, hast vielleicht Magenprobleme oder ein enges Gefühl in der Brust. Die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden, trotzdem solltest du ihm besser vorbeugen. Denn obwohl ein gebrochenes Herz normal ist, kann er gefährliche Folgen für deinen Körper haben. Das ist das Broken-Heart-Syndrom.

Broken-Heart-Syndrom: Die Gefahr kann uns alle treffen

Wenn du gedacht hast, dass Liebeskummer keine Spuren hinterlässt, liegst du falsch. Ärzte bestätigen mittlerweile, dass der Herzschmerz dich ernsthaft krank machen kann. Das nennt sich dann Broken-Heart-Syndrom oder eben übersetzt: Gebrochenes-Herz-Syndrom. Die Symptome ähneln den Medizinern zufolge sogar denen eines Herzinfarkts. Doch wer leidet besonders darunter und wie kann man es selbst erkennen? Die Gefahren und Tipps zur Vorbeuge erklären wir dir.

Die Symptome

Wo bisher nur von psychischen Belastungen die Rede war, sind jetzt auch physische Symptome im Spiel. Liebeskummer hat Folgen für unseren Körper, die gefährlich werden können. Die häufigsten Symptome des Broken-Heart-Syndroms sind denen eines akuten Herzinfarkts sehr ähnlich, wie auch das Ärzteblatt berichtet:

  • einsetzende Brustschmerzen bzw. Engegefühl in der Brust
  • ziehende Schmerzen in den Armen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schweißausbrüche
  • Herzrasen
  • Atemnot

Das klingt ganz schön dramatisch. Ist es auch. Der Unterschied zum Herzinfarkt ist allerdings, dass die physischen Symptome psychisch bedingt sind. Ärzte sprechen dann auch von Stress-Kardiomyopathie. Das Herz ist in dieser Stresssituation nicht mehr in der Lage, genügend Blut durch die Schlagadern in den Körper zu pumpen. Auf einem EKG zeigt sich dann das für Infarkte typische "Zacken".

Die Ursachen

Das Leben eins Broken-Heart-Syndrom-Kranken ist auf jeden Fall nicht bedroht, denn die Ursachen rühren anderswoher. Sie sind psychosomatisch und auf schwerwiegenden Liebeskummer zurückzuführen:

  • Angst
  • Trauer
  • Mutlosigkeit
  • Erschöpfung

Ob es nun die Trennung von einem Partner war oder der Verlust eines geliebten Familienmitglieds ist dabei irrelevant, der emotionale Stress fällt bei jedem unterschiedlich aus. Warum allerdings diese Mischung aus Stress und emotionaler Dauerbelastung zu dem Herzinfarkt-ähnlichen Zusammenbruch führt, ist Ärzten noch nicht vollständig klar.

Broken-Heart-Syndrom: Warum ist es so gefährlich?

Broken-Heart-Syndrome sind allerdings eine Gefahr für den Körper. Ein Forscherteam aus Göttingen legt nahe, dass die Herzmuskelzellen der Betroffenen bis zu sechsmal empfindlicher auf Stresshormone reagieren, als bei gesunden Menschen. Die Krankheit solltest du also ernst nehmen. Ein Prozent der Erkrankten leiden an Herzrhythmusstörungen und auch Blutgerinnsel können in einigen Fällen auftreten.

Zudem kann der vermeintliche Herzinfarkt selbst Ängste hinterlassen und womöglich zu einer neuen psychischen Krise führen. Letztlich kommen auch genetische Faktoren sowie Erziehung und Erfahrungen mit ins Spiel. Denn jeder Mensch reagiert vor diesem Hintergrund anders auf Stress. "Die Befunde zum Broken-Heart-Syndrom veranschaulichen die Notwendigkeit nicht nur die psychische Komponente der psychokardiologischen Erkrankungen zu beachten", so die Experten des Ärzteblatts.

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Dem gebrochenen Herzen vorbeugen

Natürlich ist niemand davor gefeit, an einem gebrochenen Herzen zu leiden. Wer jedoch weiß, dass er eine niedrige Stresstoleranz hat, sollte sich auf die Folgen des Liebeskummers besser vorbereiten. Zum Beispiel mit Entspannungstechniken, Bewegung oder Psychotherapien, die die Möglichkeit bieten, besser mit emotionalen Extremsituationen umzugehen.

Schon kleine Dinge können dabei helfen: Spaziergänge, Tagträumen, Prokrastrinieren.

Mach dir das Broken-Heart-Syndrom bewusst

Die Patentlösung zum Umgang mit Liebeskummer gibt es nicht. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass sich schweres Liebesleid auch zu einem Broken-Heart-Syndrom entwickeln kann – und das kann sich nicht nur wie ein Herzinfarkt anfühlen, sondern deinem Körper auch gefährlich werden. Ein guter Tipp, der Krankheit ein wenig vorzubeugen: Stress rausnehmen, so überhaupt.

Vielleicht kann auch der erste Liebeskummer-Chatbot mit einer Therapie helfen. Übrigens ist auch der Placebo-Effekt kein Mythos. Andere Dinge sind nicht bewiesen: Diese mysteriösen Sachen sind für Forscher noch ungeklärt.

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