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Falten weg – Finger weg: Diese Anti-Aging-Methoden sind richtig gefährlich

Life Science: Mythen und Fakten zum Thema Gesundheit
Fr, 22.11.2019, 11.32 Uhr

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Wer seine Falten weg haben will, hat einige Methoden zur Auswahl. Doch neben Anti-Aging-Pillen, Lasern und dem klassischen Botox sind auch dubiose Gefahren für dich dabei.

Neue Technologien haben dazu geführt, dass es immer einfacher für uns wird, Falten weg zu kriegen. Jährlich geben die Deutschen sogar viele Millionen Euro dafür aus, dass man ihnen das Alter nicht so ansieht. Sie nutzen Cremes, Peelings und lassen sich spritzen oder operieren, um die Falten zu glätten. Doch welche Methoden helfen wirklich? Wir haben den Überblick für dich, auch darüber, welche Falten-Behandlungen gefährlich werden können.

Falten weg: Den gängigsten Verfahren auf den Zahn gefühlt

Unsere Haut wird schon ab einem Alter von 25 um circa ein Prozent pro Jahr dünner. Das macht sich dann in den Dreißigern sichtbar bemerkbar. Kein Wunder also, dass Deutschland auf Platz vier der Länder mit den meisten Schönheits-OPs liegt. Falten-weg-Behandlungen stehen dabei hoch im Kurs, immerhin gibt es sie mittlerweile "to go".

Der Wunsch nach Schönheit und Jugend ist heute dringender als je zuvor. So gibt es etwa unzählige Methoden, um Falten zu glätten. Allein "Botox spritzen ist so normal wie das Tragen von Zahnspangen" geworden, meint Ada Borkenhagen, Professorin für medizinische Psychologie an der Universität Leipzig.

Doch welche konkrete Behandlung ist wirklich effektiv? Wir sind der großen Anti-Aging-Frage nachgegangen.

1. Anti-Aging-Cremes

Die Werbung preist sie seit Längerem an: Hyaluronsäure. Sie ist in vielen Aniti-Aging-Cremes enthalten, denn sie bildet eine luftdurchlässige Schicht auf der Haut, die Feuchtigkeit bindet. Dadurch wirkt sie glatter. Ähnlich wirkt der "Wunderstoff" Kollagen, der auch beim Botox-Spritzen verwendet wird. Auch Cremes mit Vitamin A, Antioxidantien und Omega-6-Fettsäuren lassen laut Forschern die Haut praller aussehen.

Allerdings ist das kein Allheilsversprechen. Experten meinen, die Cremes können bestenfalls den Alterungsprozess der Haut verzögern. Das bedeutet aber auch, dass sie nichts gegen vorhandene Falten ausrichten können. Laut Stiftung Warentest können auch teure Cremes nicht für einen langfristigen Anti-Aging-Effekt sorgen. Außerdem fehlen bisher noch Langzeitstudien, die das Gegenteil beweisen würden.

2. Spritzen

Was man bisher nur von der Hollywood-Prominenz kannte, hält immer mehr Einzug in den Alltag von "normalen" Menschen: Falten weg durch Spritzen. Das bekommt man heute schon "to go". Botulinumtoxin, kurz Botox, ist das bekannteste Verfahren. Dabei handelt es sich tatsächlich um ein Gift des Bakteriums Clostridium botulinum, mit dem Muskeln im Gesicht ruhiggestellt werden. Dadurch werden die Falten geglättet.

Die Blockade hält vier bis sechs Monate, dann muss die Falten-Behandlung erneuert werden. Nebenwirkungen sind selten, gerötete Einstichstellen und Blutergüsse kommen noch am häufigsten vor. Gefährlich ist das also nicht, man sollte nur darauf achten, zu einem erfahrenen Arzt zu gehen, sonst kommt man unter Umständen mit einem hängenden Augenlid aus der Praxis.

Neben Botox sind noch Hyaluronsäure, Kollagen, Polymilchsäure und Eigenfett für Spritzbehandlungen gegen Falten im Einsatz. Auch sie wirken – allerdings ebenfalls nur für einige Monate. Das ist aber auch wichtig, denn wäre dem nicht so, könnte es gefährlich für dich werden.

Außerdem: Diese Falten-Weg-Methoden solltest du ernst nehmen

Daneben gibt es einige weitere Falten-Behandlungen, die über das Maß von Cremes und Spritzen hinausgehen. Sie erfordern eingehende Beratung mit dem behandelnden Arzt:

  • Laser
  • chemische Peelings
  • Facelifts

Selbst in den Händen erfahrener Ärzte können dabei, wie bei jedem medizinischen Eingriff, Komplikationen entstehen. Anders als früher allerdings ist bei den Verfahren nicht mehr ein völlig faltenfreies Gesicht das Ziel. Das natürlich Aussehen soll erhalten bleiben.

Dieser Mann ist kurz davor, uns Menschen unsterblich zu machen, sagt er
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Finger weg: Diese Falten-Weg-Methoden bergen Gefahren

Die gängigsten Anti-Aging-Verfahren sind nicht sonderlich gefährlich. Allerdings warnen Ärzte vor Substanzen, die der Körper nicht wieder abbauen kann. Dazu zählen Dauerimplantate, sogenannte Faltenfüller, insbesondere Silikon, Acrylate und Polyurethan. Sie können verrutschen, Allergien auslösen oder Knoten bilden. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Unterhaut mit der Zeit Fettgewebe verliert – und sich die Faltenauffüller dem nicht anpassen. Das sieht am Ende auch noch unschön aus.

Zudem muss man bei Facelifts aufpassen. Das größte Risiko sind gelähmte Muskeln, entzündete Wunden und bleibende taube Stellen im Gesicht. Auch hier sollte man auf einen erfahrenen Chirurgen setzen.

Falten weg: Das Allheilmittel gibt's nicht

Das eine Wunderheilmittel, um die Falten weg zu bekommen, gibt es nicht. Denn die meisten Stoffe, die Anti-Aging-Cremes voran, dringen gar nicht bis in die tieferen Hautschichten, wo die Falten entstehen. Immerhin schaffen es einige, darunter Hyaluronsäure, dass das Gesicht zeitweise glatter und praller aussieht.

Doch was hilft dann? Experten zufolge vor allem ein gesunder Lebensstil inklusive:

  • ausreichend Schlaf
  • wenig Alkohol
  • wenig Stress
  • viel Bewegung
  • ausgewogener Ernährung

Damit kriegst du zwar entstandene Falten nicht weg, aber du kannst neuen Falten vorbeugen. Lass auch Zigaretten und exzessive Sonnenbäder weg. Derweil soll auch dieser Anti-Aging-Tipp helfen. Forscher gehen natürlich noch weiter: In nur 17 Jahren soll Unsterblichkeit möglich sein und Anti-Aging-Pillen sind auf dem Weg.

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