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Ende der Zivilisation: Wann droht die nächste Eiszeit auf der Erde?

Eine Eiszeit auf der Erde kam in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen vor.
Eine Eiszeit auf der Erde kam in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen vor.
Foto: iStock/asbe
In der Vergangenheit gab es immer wieder Eiszeiten auf der Erde. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die nächste Eiszeit miterleben?

Kannst du dir eine Eiszeit auf unserer Erde vorstellen? Metropolen wie New York City, Paris oder London völlig mit einer drei Kilometer dicken Eisschickt bedeckt? Nein? Aber so sah es auf unserer Erde während der letzten Eiszeit aus. Unser Planet hat in den letzten 2,6 Millionen Jahren ganze 50 Eiszeiten durchlebt, diese wurden immer wieder von wärmeren Perioden unterbrochen. Könnte so etwas auch in naher Zukunft auf uns zukommen?

Eiszeit auf der Erde: Was löst sie eigentlich aus?

Sehen wir uns auf unserer Erde um, fällt es schwer sich vorzustellen, dass ganze Landschaftsabschnitte unter einer Eisdecke liegen könnten. Aber wie passiert es eigentlich, dass eine Eiszeit über unsere Erde hereinbricht und sich Gletscher ausdehnen? Damit es erneut zu einer Eiszeit kommt, müssen verschiedene Faktoren eintreffen. Dabei spielt beispielsweise die Position unserer Erde im Sonnensystem eine Rolle, aber auch lokale Einflüsse wie der Kohlendioxidgehalt.

Forscher versuchen bis heute zu verstehen, wie das System genau funktioniert. Der von uns Menschen verursachte Klimawandel hat den Kreislauf unterbrochen und das macht die Forschung in diesem Bereich noch schwieriger. Erst von einigen Jahrhunderten fanden Wissenschaftler auch die ersten Hinweise auf vergangene Eiszeiten.

Der Klimawandel hat Folgen – das könnte mit uns und der Erde geschehen
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Nach und nach folgten Erkenntnisse zur Eiszeit

So dokumentierte in der Mitte des 19. Jahrhundert der Naturforscher Louis Agassiz Spuren, die Gletscher auf der Erde hinterlassen hatten. Er erkannte, dass uralte Gletscher Felsen und anderes Gestein über weite Strecken hinweg geschoben hatten, sogenannte Moränen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts konnten Forscher vier vergangene Eiszeiten benennen. Diese waren in der Pleistozän-Epoche aufgetreten, die vor etwa 2,6 Millionen Jahren begann und vor ungefähr 11.700 Jahre endete.

Jahrzehnte später erkannten Wissenschaftler, dass dieses Eiszeiten noch viel regelmäßiger auftraten. Der Durchbruch in der Eiszeit-Forschung gelang in den 1940er Jahren. Der serbische Physiker Milutin Milankovitch präsentierte die Milankovitch-Zyklen. Sie gaben einen Einblick in die Erdbewegung und dienen noch heute der Erklärung für Klimavariationen.

Drei Faktoren haben Einfluss auf die Temperaturen

Laut Milankovitch gab es drei Hauptarten, die Einfluss auf die Erdumlaufbahn in Bezug zur Sonne haben. Dadurch lässt sich erklären, wie viel Sonnenstrahlung unseren Planeten erreicht, das heißt wie warm es auf der Erde ist.

  1. Die exzentrische Form der Erdumlaufbahn um die Sonne: Im Zyklus von 96.000 Jahren variiert diese von kreisförmig bis elliptisch. Diese Variation verursacht Jupiter, der 4 Prozent der Masse unseres Sonnensystems ausmacht. Er hat einen großen Gravitationseffekt auf die Erdumlaufbahn.
  2. Die Neigung unserer Erde: Sie verursacht die Jahreszeiten auf unserem Planeten. Durch die Neigung unserer Erdachse sind die Hemisphären unterschiedlich weit von der Sonne entfernt. Dieser Winkel ändert sich ungefähr alle 41.000 Jahre und hat ebenfalls einen Einfluss auf die Temperaturen.
  3. Die wackelige Erdachse: Unsere Erdachse bewegt sich wie ein Kreisel. Auch der Drehimpuls beeinflusst das Wanken der Achse. Das Wackeln macht sich alle 20.000 Jahre bemerkbar.

Der Astrophysiker sagte, dass es im Winter immer zu eisigen Temperaturen und Eis auf der Erde kommen wird. Doch um eine Eiszeit auszulösen, muss das Eis auch den Sommer überleben. Doch wird eine neue Eiszeit auf der Erde entstehen können? Das allein kann nicht durch die Erdumlaufbahn beantwortet werden. Auch unser Klima und die Treibhausgaswerte in der Atmosphäre spielen dabei eine Rolle.

Droht uns bald die nächste Eiszeit?

Vergangene Eiszeiten hatten sich schon durch die Abnahme von Kohlendioxid angekündigt. Durch unseren Einfluss des dramatisch ansteigenden Kohlendioxids in der Atmosphäre, haben wir Menschen wohl den Beginn der nächsten Eiszeit auf der Erde für weitere 100.000 Jahre unterdrückt, dies haben Forscher des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) berechnet.

Vergangene Eiszeiten haben unseren Planeten und unsere Umwelt geprägt. Sie sind verantwortlich für unseren fruchtbaren Boden und die heutige Landschaft. Eiszeiten haben Gletscher, Flüsse, Fjorde und Seen geformt. Doch vorerst scheinen wir nichts zu befürchten zu haben. Allerdings haben gruselige NASA-Bilder bereits die nächste Eiszeit auf der Erde prophezeit. Forscher vermuteten auch schon eine Asteroidenkollision als Auslöser für eine Eiszeit auf der Erde.

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