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Rückschlag für ambitionierte Raumfahrtpläne: SpaceX-Starship-Rakete explodiert

Der Starship-Prototyp der Raumfahrtfirma SpaceX explodierte, statt abzuheben.
Der Starship-Prototyp der Raumfahrtfirma SpaceX explodierte, statt abzuheben.
Foto: SpaceX
SpaceX ambitionierte Raumfahrtpläne lösen sich erneut in Luft – oder eher in Flammen – auf. Denn statt gen Stratosphäre zu entschweben, explodierte der Starship-Prototyp bei einem Test.

Von wegen hoch hinaus: Das US-amerikanischen Raumfahrtunternehmen SpaceX führte kürzlich einen Drucktest des ersten Prototyps des MK1 Starships durch. Doch unerwartet platzte der obere Deckel eines Treibstofftanks der Rakete, wurde hoch in die Luft geschleudert und schlug erst zwölf Sekunden später wieder auf dem Boden auf. Das erklärte Ziel des Starship-Projekts ist es jedoch, bis zu hundert Menschen gleichzeitig ins All zu befördern. Doch besteht nach diesem missglückten Test überhaupt noch die Möglichkeit, dass die MK1 im April 2020 in den Orbit fliegen wird?

SpaceX: Starship-Prototyp geht in Flammen auf

Bei einem Test einer Starship-Versuchsrakete auf dem Startplatz in Boca Chica in Texas platzte der Treibstofftank des Objektes und zerstörte somit SpaceXs Pläne, den Mond beziehungsweise den Mars in der nahen Zukunft zu erreichen. Der Prototyp sollte erstmals auf eine Höhe von etwa 20 Kilometer aufsteigen und sanft auf sechs Stützen landen, explodierte allerdings stattdessen.

Der Test wurde gefilmt und war als Livestream auf YouTube zu verfolgen. Das Video zeigt, wie der obere Teil der Rakete mit seiner silber glänzenden Außenhaut aus Stahllegierung weggesprengt wird:

Video: Test des Starship-Prototyps

Der verunglückte Prototyp wird nicht repariert

Neben dem oberen Deckel wurden außerdem einige Tanksegmente zerstört, an denen die Spitze des Starships befestigt werden sollte. Derzeit ist nicht bekannt, ob an dem Prototyp während des Tests Triebwerke montiert waren. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass der verunglückte Prototyp repariert wird.

Künftig wird sich SpaceX allerdings stattdessen auf die Konstruktion des fortgeschritteneren MK3-Prototyp konzentrieren, der bis in den Orbit fliegen können soll. Die Arbeit am zerstörten MK1-Prototyp sei dennoch nicht vergebens gewesen, denn dieser habe den Grundstein für die Entwicklung der Konstruktionstechniken des eigentlichen Starships gelegt, so Golem.

Das bedeutet allerdings: Obwohl eigentlich kein Ort in unserer Galaxie zu weit entfernt sein sollte für die MK1-Rakete, scheint die Hoffnung, mit dem ersten Starship bereits im April gen Orbit zu starten, dennoch zerschlagen worden zu sein. Das ist besonders enttäuschend, da SpaceX bereits einige Mars-Landeplätze für das Starship lokalisiert hat.

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