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Dein Schluckauf: Forscher kennen jetzt die verblüffenden Ursachen

Life Science: Mythen und Fakten zum Thema Gesundheit
Fr, 22.11.2019, 11.32 Uhr

Life Science: Mythen und Fakten zum Thema Gesundheit

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Wer des Schluckaufs Ursachen enträtseln will, sollte sich die Kleinsten unter uns genauer anschauen: Babys. Mit ihrer Hilfe ist Forschern ein Durchbruch gelungen.

Noch immer gibt es menschliche Verhaltensweisen, die für Forscher unerklärlich sind. So waren auch die Ursachen des Schluckaufs noch ziemlich im Unklaren. Bis jetzt. Forschern ist ein Durchbruch gelungen, der endlich erklären könnte, welchen evolutionsbiologischen Sinn die "Hickser" haben. Die Antwort ist erstaunlich.

Schluckauf: Die Ursachen verblüffen

Viele Menschen haben nicht gern einen Schluckauf. Mit diversen Tricks und Hausmitteln versuchen sie ihn so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Dabei liegen des Schluckaufs Ursachen wichtige evolutionstechnische Mechanismen zugrunde, wie Forscher jetzt herausgefunden haben wollen.

In einer Studie am University College London (UCL), haben Wissenschaftler 13 neugeborene Babys überwacht. Schließlich haben die Föten und Säuglinge häufig Schluckauf. Das Phänomen wird von Ärzten bereits in der neunten Schwangerschaftswoche beobachtet. Frühchen, also Frühgeborene, die mindestens drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin dem Mutterleib entschlüpfen, verbringen sogar täglich 15 Minuten mit Schluckauf.

Hirnsignale wichtig für Entwicklung

Die an der Studie beteiligten Früh- und Vollzeitgeborenen hatten Elektroden auf der Kopfhaut und Sensoren auf dem Torso. Dadurch wurde der Schluckauf der Babys überwacht. So konnten Forscher feststellen, dass Kontraktionen in den Membranen der Babys drei Gehirnwellen erzeugen. Deshalb glauben sie, dass die Kleinen durch die dritte Welle fähig sein könnten, den "hick"-Klang des Schluckaufs mit der körperlichen Kontraktion zu verbinden, die sie fühlen.

Diese Wellen von Hirnsignalen sind der Schlüssel, denn laut den Forschern unterstützen sie die menschliche Entwicklung. Lorenzo Fabrizi, leitender Autor der Studie, sagt in einem Statement, dass diese Gehirnaktivität Babys helfen könnte "zu lernen, wie man die Atemmuskeln überwacht", was dann zu der Fähigkeit führt, die Atmung freiwillig zu kontrollieren.

"Bei unserer Geburt sind die Schaltkreise, die Körperempfindungen verarbeiten, noch nicht vollständig entwickelt, so dass die Einrichtung solcher Netzwerke ein entscheidender Entwicklungsmeilenstein für Neugeborene ist", so Fabrizi. Sehr wahrscheinlich sei diese Entwicklung typisch für das letzte Drittel einer Schwangerschaft und erkläre die Schluckauf-Ursache.

Unerklärliche Phänomene: Sind sie wirklich real?
Unerklärliche Phänomene: Sind sie wirklich real?

Des Weiteren erklärt Kimberley Whitehead, Hauptautorin der Studie CNN gegenüber: "Die Muskelkontraktion eines Schluckaufs ist ziemlich groß - es ist gut für das sich entwickelnde Gehirn, weil es plötzlich einen großen Impuls des Inputs gibt, der den Gehirnzellen hilft, sich alle miteinander zu verbinden."

Es gibt einen Haken

Das bedeutet aber nicht, dass jeder deiner Schluckaufe einen tieferen Sinn hat und dich in deiner Entwicklung voranbringt. Bedenke: Schluckauf bei Babys ist wichtig. Für Erwachsene allerdings hat er keinen Vorteil. Sie sei vielmehr ein Beispiel für "einen Kater aus früheren Phasen unseres Lebens, der bis ins spätere Leben andauert", meint auch Whitehead.

Schluckauf und mehr Mythen

Dieselben Forscher des University College hatten zuvor die These aufgestellt, dass die Tritte im Mutterleib einem Fötus helfen können, eine mentale Karte seines eigenen Körpers zu erstellen. Ihre neuesten Ergebnisse zu den Schluckauf-Ursachen zeigen, dass der gleiche Prozess im Inneren der Babys ablaufen könnte.

Du willst mehr? Der Placebo-Effekt ist mehr als ein Mythos. Außerdem rätselt die Wissenschaft weiter über diese mysteriösen Dinge. Schon im Jahr 2045 wollen Forscher uns unsterblich machen.

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