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NASA findet Anhaltspunkt für außerirdisches Leben auf diesem Jupitermond

Existiert außerirdisches Leben auf dem Jupitermond Europa? Ein neuer Fund der NASA scheint dies zu bestätigen.
Existiert außerirdisches Leben auf dem Jupitermond Europa? Ein neuer Fund der NASA scheint dies zu bestätigen.
Foto: iStock/Claudio Ventrella
Die Suche nach außerirdischem Leben in unserem Sonnensystem dauert an. In der Vergangenheit galt dem eisbedeckten Jupitermond Europa dabei besonderes Interesse. Nun bestätigt ein aktueller Fund der NASA etwas Erstaunliches.

Wasserdampf-Fontänen und riesige unterirdische Ozeane – bereits seit Jahren vermuten Forscher, dass die Oberfläche des Jupitermondes Europa Wasser beherbergt. Ein internationales Forscherteam der NASA konnte diese Vermutungen nun bestätigen, denn es wurde erstmals Wasserdampf auf der Oberfläche des Eistrabanten entdeckt. Existiert also tatsächlich außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem?

NASA: Erstaunlicher Hinweis auf außerirdisches Leben

Forscher des Goddard Space Flight Centers der US-Raumfahrtbehörde NASA konnten nun nachweisen, dass auf dem Jupitermond Europa, einem der größten bislang bekannten 79 natürlichen Satelliten des Gasriesen, Wasserdampf existiert. Der Nachweis gelang durch den Einsatz eines der größten Teleskope der Welt, dem Keck-Teleskop, das auf dem Vulkan Mauna Kea auf Hawaii steht.

Im Fachjournal Nature Astronomy berichten die Forscher, dass Europa stolze 2.360 Kilogramm Wasser pro Sekunde ausstößt. Allerdings werde das Wasser in sehr unregelmäßigen Abständen augestoßen.

Dazu nutzte das Forscherteam um Planetenforscher Lucas Paganini ein Spektogramm, das das Keck-Teleskop erstellte. Gemessen wurde die chemische Zusammensetzung des Mondes Europa anhand des Infrarot-Licht, das der Himmelskörper abgibt. Denn: Moleküle wie Wasser geben spezielle Frequenzen infraroten Lichts ab, wenn sie mit der Sonnenstrahlung reagieren, berichtet die Frankfurter Rundschau.

NASA: Missionen, Pläne und Entdeckungen
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Der Wasserdampf könnte auch durch spezielle Wechselwirkungen entstehen

Aus bisherigen Berechnungen geht hervor, dass der globale Europa-Ozean doppelt so viel Wasser beherbergen könnte wie unsere irdischen Ozeane. Sind diese Berechnungen korrekt, so könnte allerdings tatsächlich außerirdisches Leben tief im Wasser des Ozeans unter der Oberfläche Europas entspringen. Allerdings könnte das durch Fontänen an die Oberfläche gepresste Wasser auch aus flachen Taschen innerhalb der Eiskruste selbst stammen oder gar durch die Wechselwirkung der starken Strahlung des Jupiters mit dem Eispanzer entstehen.

Allerdings fanden sich bereits vor der aktuellen Entdeckung Anhaltspunkte für Wasser auf dem Jupitermond. So entdeckte die Galileo-Sonde, die das Jupitersystem von 1995 bis 2003 erforschte, Störungen im Magnetfeld des Jupiters, die auf eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit hindeuteten.

Wasserdampf in fremden Welten zu entdecken, ist ein kompliziertes Unterfangen. So müssen Forscher, die erdbasierte Teleskope nutzen, um Wasser in den Tiefen des Weltalls zu finden, eine verzerrende Wirkung des Wassers in der Erdatmosphäre berücksichtigen. Aufgrund dessen soll die NASA-Mission "Europa-Clipper", die Mitte der 2020er Jahre ins Jupiter-System aufbrechen soll und den Jupitermond von Nahem betrachten wird, weitere Erkenntnisse liefern.

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