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Unsichtbare Gefahr: So bedrohlich sind Unterwasservulkane für uns

Brechen Unterwasservulkane aus, kann das auch für uns gefährlich werden.
Brechen Unterwasservulkane aus, kann das auch für uns gefährlich werden.
Foto: iStock/Nicolas Tolstoï
Wenn du dachtest, dass Vulkane nur überirdisch vorkommen können, liegst du falsch. Tatsächlich sind Unterwasservulkane die häufigste Form von Vulkanen.

An Land gibt es schätzungsweise 1.900 Vulkane. Die Zahl der Unterwasservulkane wird aber deutlich höher geschätzt. Da man diese aber nur schwer entdecken kann, sind sie eher unerforscht. Teilweise gehen manche Quellen von eine Millionen submariner Vulkanen aus. Etwa 75 Prozent der Vulkanausbrüche stammt von den Vulkanen am Meeresboden.

Unterwasservulkan: Unterirdische

Die submarinen Vulkane treten vor allem entlang des mittelozeanischen Rückens auf, es handelt sich um sogenannte Spaltenvulkane. Sie sind vor allem an den Subduktionszonen der Tiefseegräben zu finden. An dieser Stelle können sich die Platten oft verbiegen und sich daher Risse in der Kruste bilden. Steigen durch diese Magma auf, entsteht ein Kegel und somit ein Unterwasservulkan.

Entsteht ein Unterwasservulkan über einer Mantelplume, dabei handelt es sich um Strömungen im Erdinneren, bilden sich Hotspots in den tektonischen Platten am Meeresgrund.

Wenn aus Vulkanen Inseln werden

Jeder Inselvulkan war zunächst ein submariner Vulkan. Nur wenige erreichen schließlich die Wasseroberfläche. Bricht ein Vulkan unter Wasser aus, ist die Erosionsrate oft höher als die Förderrate. Daher wird die Lava schnell abgetragen. So entstehen nur selten Inseln aus diesen Unterwasservulkanen. Wellen beschleunigen das schnelle abtragen der Lava.

Kommt es aber doch zu der Geburt einer neuen Insel, tritt dies meist in flachen Gewässern auf. Da kann es zu Wasserdampfexplosionen kommen, die die Kraft der Eruption verstärken. Daher ist dies meistens ein Spektakel aus starken Explosionen. Nur im Meer verhindert eine Explosion eines Unterwasservulkans Schlimmeres.

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Wann werden Unterwasservulkane für uns gefährlich?

Entstehen submarine Vulkane in den Kontinentalrändern der Subduktionszonen, werden sie "Seamounts" genannt. Dabei handelt es sich um steilaufragende Vulkankegel, bei denen die Flanken instabil sind. Schert eine dieser Flanken ab, kann ein Tsunami entstehen.

Die eigentliche Gefahr von Unterwasservulkanen besteht aber darin, wenn Wasser in die Magmakammern eindringt. Das kann zu Explosionen führen, die eine ganze Insel sprengen können. So etwas kommt zwar selten vor, ist aber vernichtend.

Submarine Vulkane heute: Dort kannst du sie finden

Unterwasservulkane, die in den letzten Jahren zu Ausbrüchen geführt haben, welche auch über der Wasseroberfläche zu sehen waren, befinden sich vor allem im zirkumpazifischen Feuerring. Beim Archipel von Tonga, ein Inselstaat im Südpazifik, befinden sich über 300 submarine Vulkane. Bei solchen Ausbrüchen unter Wasser besteht eine hohe Gefahr für den Schiffsverkehr. Die Gasblasen verringern die Tragfähigkeit des Wassers. Dadurch können Schiffe sinken. Zudem sind es Todesfallen für Fische.

Ein klassisches Beispiel für eine Inselkette, die aus Unterwasservulkanen entstanden ist, ist Hawaii. Sie hat sich über den Hotspots gebildet. Die meisten der hawaiianischen Inseln liegen auch tatsächlich unter Wasser. Doch nicht nur auf Hawaii gibt es Vulkane. Auch in Deutschland sind Vulkanausbrüche eine unterschätzte Gefahr. Ein "Terra X"-Video zeigt, wie krass die Vulkane unserer Erde tatsächlich brodeln.

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