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Experten warnen: Aluminium in Deo & Co. noch gefährlicher als gedacht – das solltest du tun

Life Science: Mythen und Fakten zum Thema Gesundheit
Fr, 22.11.2019, 11.32 Uhr

Life Science: Mythen und Fakten zum Thema Gesundheit

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Schon seit langem wird vor Aluminium in Deo, Zahnpasta und Co. gewarnt. Nun allerdings schlagen Experten noch größeren Alarm.

Es gilt heute als eine Art Teufelszeug: Aluminium. Zu allem Übel ist es auch noch in vielen Produkten drin, die wir im Alltag verwenden, zum Beispiel in Deodorant, Zahnpasta, Folie und so weiter. So gelangt es leicht in den Körper – und richtet dort sogar noch mehr Schaden an, als wir bisher dachten. Forscher jetzt mehr denn je vor den verheerenden Folgen von Aluminium-Deo und Co.

Aluminium in Deo & Co. ist schädlicher als gedacht

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Studie herausgefunden haben will, nehmen viele Deutsche möglicherweise eine Menge an Aluminium durch Deos, Zahnpasta und so weiter auf, die gesundheitsbedenklich ist. Die Experten haben untersucht, wie viel von dem Zeug sich über die Haut und den Mund im Körper ansammelt.

Die Lebensmittelbehörde Efsa empfiehlt nicht mehr als ein Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht in einer Woche aufzunehmen. Laut BfR-Studie wird diese Toleranzgrenze häufig aber weit überschritten. Diese Erkenntnis und ihre Hintergründe hat das Institut im Fachmagazin Archives of Toxicology veröffentlicht.

Was ist Aluminium?

Aluminium ist ein chemisches Element, das dritthäufigste in der Erdkruste sogar, und es ist ein Leichtmetall. Es kann sowohl in unverarbeiteten Lebensmitteln vorkommen, beispielsweise in:

  • Kakao
  • Kaffee
  • Hülsenfrüchten
  • Tee,
  • Nüssen
  • Getreiden

Man findet es aber auch als Lebensmittelzusatz, in Lebensmittelverpackungen, als Alufolie oder in Schalen. Außerdem steckt es in Form von Salzen als Aluminiumchlorid in Deodorants, Kosmetika wie Zahnpasta und anderen Produkten. Aluminium im Deo sorgt als Antitranspirant dafür, dass die Schweißdrüsen blockiert werden. In Sonnencremes und Zahnpasta wird Aluminiumhydroxid zum Ummanteln des mineralischen Sonnenschutzfilters Titandioxid benutzt.

Diese Verwendung klingt logisch. Umso bedauerlicher für Nutzer, dass ihnen nun häufiger dazu geraten wird, Deos mit Aluminium oder die anderen Produkte zu vermeiden. Denn laut Stiftung Warentest mindern eigentlich nur Aluminiumsalze das Schwitzen am Kopf, im Gesicht oder anderswo zuverlässig.

YouTube-Video: Deshalb ist Aluminium in Deos & Co. Gift für den Körper

Warum ist Aluminium gefährlich?

Trotzdem sollten sie es lassen, wie die aktuellste Studie nun auch nahelegt. Demnach nehmen die meisten Deutschen schon über die Ernährung mehr als die Hälfte der gesundheitlich unbedenklichen Menge auf. Hinzu kommen dann Teile des schädlichen chemischen Elements, die in Alltagsprodukten stecken: Aluminium in Deo, Aluminium in Zahnpasta und und und.

Wird nur eine unbedenkliche Menge über die Nahrung aufgenommen, ist das für gesunde Menschen nicht weiter schlimm. Über die Nieren wird der Stoff wieder ausgeschieden. Gefährlich wird es erstens, wenn mehr als die tolerierte Menge aufgenommen wird, und zweitens, wenn das Aluminium sich im Körper ansammelt, was bei Menschen mit einer Niereninsuffizienz vorkommen kann. Deshalb warnt das BfR davor, dass bei einer zu hohen Aluminiumbelastung im Körper langfristig ein Gesundheitsrisiko besteht.

Diese Menschen sind gefährdet

Dann kann sich das Leichtmetall im Skelettsystem oder sogar im Gehirn einlagern und wird dort nur sehr schlecht abgebaut. Die Folgen können Entwicklungsstörungen im Gehirn und in der Motorik sowie Schäden an Leber, Nieren und Knochen sein. Auch die neue Untersuchung jedoch lieferte keinen Beweis für einen Zusammenhang mit Alzheimer oder Brustkrebs.

Gefährdet sind laut BfR besonders Säuglinge, Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren, Jugendliche ab elf Jahren und Erwachsene, die sehr oft Deo mit Aluminium oder weißende Zahnpasta verwenden. Junge Frauen seien zudem durch Kometikprodukte mit Aluminium belastet. Bei ihnen werde das Leichtmetall besonders lange im Körper gespeichert.

Gefährliches Aluminium in Deo und Co.: Das solltest du tun

Das BfR empfiehlt besonders jungen Frauen, Aluminium aus vermeidbaren Quellen so gut wie möglich wegzulassen. Verbrauchern allgemein rät das Institut, sparsam mit Aluminium-Deos und Zahnpasten mit Aluminium zu sein. Zudem sei es empfehlenswert sich abwechslungsreich zu ernähren und bei Lebensmitteln und Kosmetika Produkte und Marken zu wechseln, sollte das Leichtmetall in den bisher benutzten enthalten sein.

Zudem sollten vor allem salz- und säurehaltige Lebensmittel nicht in Alufolie oder Aluminiumschalen zubereitet werden, durch sie könne sich das schädliche Element lösen. Tomaten, Rhabarber, Apfelschnitze, Salzheringe oder Käse nicht in Aluminiumfolie einpacken, sagte Thomas Tietz, leitender Autor der Studie dem Tagesspiegel: "Alufolie hat in der Küche nichts zu suchen."

Neben Aluminium im Deo fragen wir uns für dich auch, ob 5G eine Gefahr für deine Gesundheit ist, ob Duschen bei Gewitter gefährlich ist und ob Sport bei Erkältung eine gute Idee ist.

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