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Der Boden verdurstet: Das ist der Grund für die drohende Dürre in Deutschland

Das ist der Grund für die drohende Dürre in Deutschland
Di, 11.02.2020, 10.44 Uhr

Das ist der Grund für die drohende Dürre in Deutschland

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Die letzten Jahre war es hierzulande schon recht trocken. Doch nun spricht der Deutsche Wetterdienst eine Warnung aus: Es könnte Dürre in Deutschland drohen.

Schaut man sich den Boden in der Bundesrepublik an, wird man feststellen, dass er größtenteils sehr trocken ist. Vor allem im Osten ist diese Entwicklung auffällig. Das liegt vor allem an den trockenen Jahren 2018 und 2019. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) kann das Folgen für uns haben. Droht nun die Dürre in Deutschland?

Dürre in Deutschland: Die vergangenen Jahre waren trocken

Unser Boden ist nachtragend: Die vergangenen Jahre waren in Deutschland recht trocken. Vor allem in der östlichen Hälfte des Landes hat es in den letzten zwei Jahren nur rund zwei Drittel der Niederschläge gegeben, als es in den Jahren zuvor üblich war. Wird dieser Zustand nun anhalten und die Dürre in Deutschland sich weiter ausbreiten?

Kleiner Ausflug in die Bodenkunde

Eine berechtigte Frage. Doch zunächst schauen wir uns erst einmal an, woran das liegen könnte. Für die Bodenkunde, die sogenannte Pedologie, wird das Bodenprofil in verschiedene Bereiche, die Horizonte, eingeteilt.

  • Ober- und Mutterboden: die fruchtbarste Schicht, circa 20 bis 30 Zentimeter tief
  • mineralischer Unterboden: etwa ein Meter tief und besteht aus verwittertem Gestein und ausgewaschenen Mineralien
  • Ausgangsgestein: bis zur Obergrenze wurzeln Pflanzen

Im Ober- und Mutterboden befinden sich Bestandteile wie Feinsand, Schluff und Ton und auch einen hohen Anteil an Nährstoffen und organischen Substanzen. Darin sind auch Mikroorganismen angesiedelt. Diese Schicht reagiert schnell auf Niederschläge und kann sich auch schnell erholen.

Beim Unterboden und Ausgangsgestein sieht dies jedoch anders aus. Genau das ist das Problem. Forscher sind deswegen alarmiert und gehen davon aus, dass Dürre in Deutschland nicht unwahrscheinlich ist.

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Wo droht die Dürre in Deutschland zuerst

Nicht nur der Sommer setzt dem Boden zu, sondern auch niederschlagsarme Phasen, in denen die natürliche Bewässerung ausbleibt. So auch die ersten Wochen des Jahres 2020. Die Nachwehen der Trockenphasen lassen sich aber vor allem in

  • Sachsen-Anhalt,
  • Brandenburg,
  • Sachsen
  • und Ost-Bayern

erkennen. Dennoch weitet sich das Dürregebiet langsam auf Süddeutschland und die Lausitz aus. Sogar Oberböden leiden an diesen Stellen schon an einer leichten Dürre. Nur im Südwesten und nördlich des Nord-Ostseel-Kanals scheint die Lage entspannt zu sein.

Dürrefördernd ist auch die Beschaffenheit des Bodens. In der Lüneburger Heide bis zur Oder und Neiße gibt es leichte Sandböden. Regenwasser versickert dort viel zu schnell, wohingegen es in Lehmböden besser gespeichert wird.

So können wir die Dürre in Deutschland abwehren

Die Antwort auf die Frage, wie wir die Dürre in Deutschland abwenden können ist einfach: Es muss lang anhaltende Regenschauer geben. Diese können den Boden befeuchten. Das Problem dabei nur ist, dass die Menge sich mittlerweile auf einen Jahresniederschlag beläuft, um die Defizite des Bodens auszugleichen. Abhilfe würden demnach mehrere regnerische Monate schaffen und das Problem der Dürre in Deutschland abwenden.

Doch leider sehen die Wetterprognosen für 2020 nicht danach aus. Momentan gehen Meteorologen davon aus, dass es lokale Starkregenfälle im Sommerhalbjahr geben wird. Das reicht allerdings noch lange nicht aus. Denn die Verdünstung nimmt im Sommer ebenfalls zu. Daher betont der DWD, dass die nächsten Monate besonders entscheidend sind, um das Blatt zu wenden.

Fazit: Dürre zieht Folgen für Landwirtschaft und Pflanzen nach sich

Die Wetterexperten können momentan noch nicht abschätzen, welche Konsequenzen es für uns haben wird. Landwirte setzen auf Pflanzen wie Hafer, Hirse und Linsen, die in trockenen Gefilden gut gedeihen. Doch die Waldbestände leiden unter der Dürre in Deutschland. Tatsächlich lässt sich an den Jahresringen schon erkennen, dass die Bäume gestresst sind durch die Trockenheit, Krankheit und Schädlinge.

Weitere Folgen durch die Dürre in Deutschland lassen sich noch nicht genau vorhersagen. Auch Wetterexperte Jörg Kachelmann sieht rot für die Analyse für Deutschland. Nicht ungewöhnlich und auch nicht unbedingt ungefährlich sind Sandstürme in Deutschland.

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