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Freitag, der 13.: Das ist die überraschende Wahrheit dahinter

Ist Freitag der 13. wirklich so zum Fürchten? Forscher kennen den Grund für den Aberglauben.
Ist Freitag der 13. wirklich so zum Fürchten? Forscher kennen den Grund für den Aberglauben.
Foto: johnnorth/iStock
Laut Wissenschaft gibt es einen guten Grund dafür, dass Freitag, der 13. für viele Menschen Grund zur Angst oder Sorge ist.

Der Begriff "Freitag, der 13." hat sich schon längst zu einer Phrase des Aberglaubens etabliert. Zumindest fällt es schwer, nicht automatisch an Unglück oder etwas Schlimmeres zu denken, wenn dieses sehr spezielle Datum genannt wird. Was tatsächlich dahintersteckt, lässt allerdings schon etwas schaudern.

Freitag, der 13.: Laut Wissenschaft gibt es keinen Grund zur Panik

Mit dem 13. März 2020 erleben wir den ersten "Freitag, der 13." in diesem Jahr, der von einem weiteren Tag im November gefolgt wird. Und auch in den kommenden Jahren wird das Ereignis maximal zweimal jährlich auftreten:

  • Freitag, der 13. März 2020
  • Freitag, der 13. November 2020
  • Freitag, der 13. August 2021
  • Freitag, der 13. Mai 2022
  • Freitag, der 13. Januar 2023
  • Freitag, der 13. Oktober 2023
  • Freitag, der 13. September 2024
  • Freitag, der 13. Dezember 2024
  • Freitag, der 13. Juni 2025

Dass auch im Jahr 2020 noch viele Menschen dem Aberglauben verfallen, Freitag, der 13. wäre ein Tag des Unheils, ist erstaunlich. Geht es nämlich rein nach wissenschaftlichen Maßstäben, gibt es keinerlei Nachweis dafür, dass sich dieser Tag von anderen Wochentagen unterscheidet. So ist die Wahrscheinlichkeit für außergewöhnliche Ereignisse zum Beispiel genauso hoch oder niedrig wie sonst auch.

Das Problem sind eher wir Menschen, wie der Parapsychologe Kenneth Drinkwater von der Manchester Metropolitan University in England erklärt: "Wir sind gegenwärtig tatsächlich sehr abergläubig, wenn nicht sogar mehr als früher. Und dennoch glauben wir, wir wären es nicht."

So wurde der Tag "verflucht"

Bedenkt man, woher der eigentliche "Fluch" des besagten Tages kommen soll, scheint es noch unwirklicher, dass Freitag, der 13. auch heute noch für Ängste sorgt. "Friday, the Thirteenth" heißt ein Roman des Schriftstellers Thomas W. Lawson, der 1907 veröffentlicht wurde. Darin macht sich ein Broker den Aberglauben von Menschen zunutze, um eine Wall Street-Panik an jenem Freitag auszulösen. Ein markantes Zitat daraus lautet "Drei Uhr morgens wird Freitag, der 13., eine neue Bedeutung an der Wall Street haben".

Die Wissenschaft zumindest ist sich einig: Freitag, der 13. ist ein Tag wie jeder andere. Dass Menschen sich dabei im Aberglaube verirren, hat allerdings dennoch einen Grund: "Es hilft Menschen, Angstzustände zu reduzieren", so Neill Dagnall, ebenfalls Parapsychologe an der Manchester Metropolitan University.

Aberglaube diene in der Regel als Mechanismus, um Bestätigung einzuholen. Eine Erklärung dafür zu haben, warum etwas schief gelaufen ist, verhelfe Menschen zu dem Gefühl, die Kontrolle zu behalten, auch wenn dem keineswegs so ist. Psychologisch betrachtet, liegt hinter dem Glauben an Freitag, den 13. demnach nur das Bedürfnis, externe Dinge zu beeinflussen und sich von Unsicherheit und Ängsten zu befreien.

Noch etwas mehr Aberglaube gefällig? Forscher wollen das Rätsel des Bermuda-Dreiecks gelöst haben.

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