Science 

Rätselhaftes Objekt im All: Forscher planen Mission zu vermeintlicher Alien-Sonde

Die vermeintliche Alien-Sonde Oumuamua soll von außerirdischem Leben geschickt worden zu sein. Forscher planen inzwischen eine Mission zu dem Objekt, um sicher zu gehen.
Die vermeintliche Alien-Sonde Oumuamua soll von außerirdischem Leben geschickt worden zu sein. Forscher planen inzwischen eine Mission zu dem Objekt, um sicher zu gehen.
Foto: imago images/ZUMA Press
Das mysteriöses Objekt Oumuamua könnte eine Alien-Sonde sein, so Forscher. Um dies herauszufinden, planen sie eine Mission dorthin, die durchaus durchführbar ist.

Vor Jahren wurde erstmals ein Objekt aus dem interstellaren Raum beobachtet, das sich durch unser Sonnensystem bewegte. Nicht nur sein Name, Oumuamua, sondern auch seine Eigenschaften versetzen Forscher dabei in Staunen. Dem Gesteinsbrocken wurde erst vor kurzem durch eine neue Studie wieder nachgesagt, eine von außerirdischem Leben geschickte Sonde zu sein. Forscher wollen es deshalb genau wissen und das Objekt aus der Nähe untersuchen.

Wurden wir 2017 von einer Alien-Sonde besucht?
Wurden wir 2017 von einer Alien-Sonde besucht?

Oumuamua-Mission: Außerirdisches Leben oder nur ein Stein?

Das zigarrenartige geformte Objekt Oumuamua wurde erstmals im Oktober 2017 von einem Teleskop auf Hawaii entdeckt. Seitdem rätseln Astronomen über die Herkunft, chemische Zusammensetzung und "Identität" des Brockens, der sowohl als Komet als auch als Sonde gelenkt durch außerirdisches Leben eingestuft wurde.

Astronomen wollen inzwischen einen Schritt weitergehen und haben eine Mission zu Oumuamua vorgeschlagen, die im Jahr 2031 stattfinden könnte. Rein theoretisch wäre diese durchführbar, würde jedoch enorme Ressourcen verbrauchen. Das aktuelle Update vom 13. August besagt, das eine Mission zu Oumuamua mithilfe nuklearer Thermalraketen in Erwägung gezogen wird. Diese würden die Dauer entgegen bisheriger Berechnungen sogar auf unter 14 Jahre und das Gewicht des Raumschiffes auf Hunderte statt Tausende Kilogramm reduzieren.

Diese Mission ist geplant

Um Oumuamua einzuholen – das Objekt bewegt sich gegenwärtig aus unserem Sonnensystem heraus und legt dabei jährlich eine Strecke zurück, die dem Abstand von Erde und Jupiter gleicht – wurde das Jahr 2031 (ursprünglich ging man von 2030 aus) für den Start der Mission festgehalten. Dann befänden sich Jupiter und Sonne in einer Position, die es erlaube, durch ihre Gravitation ein Raumfahrzeug auf ungeahnte Geschwindigkeit zu beschleunigen und in Richtung Oumuamua zu schießen. 2049 würde das Raumfahrzeug Oumuamua dann erreichen.

Selbst wenn das Objekt nicht durch außerirdisches Leben geschickt worden sein sollte, sondern doch nur ein bizarres Objekt bleibt, das gleichermaßen Eigenschaften von Kometen und Asteroiden aufweist, hoffen Forscher auf wichtige Erkenntnisse. Veröffentlicht wurde die geplante Mission, das sogenannte Projekt Lyra, durch die Initiative für Interstellare Studien.

Es gibt andere Anzeichen für außerirdisches Leben

Generell stehen Missionen zu interstellaren Objekten wie der vermeintlichen, durch außerirdisches Leben geschickten Sonde allerdings noch einige Hindernisse im Weg. Dazu zählen sowohl technologische Herausforderungen als auch die Finanzierung solcher Projekte. Ein Problem bestehe auch darin, die Objekte überhaupt ausfindig zu machen, sobald sie unser Sonnensystem durchqueren.

Um außerirdisches Leben zu finden, können wir in der Zwischenzeit einen Blick auf den Mars werfen. Dort hat die NASA womöglich schon vor Jahrzehnten Spuren von Leben gefunden. Auf der anderen Seite gibt es einige Theorien, warum wir noch nicht auf außerirdisches Leben gestoßen sind.