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Erstaunliches Corona-Medikament: Simples Hausmittel tötet Virus sekundenschnell

Ein herkömmlich im Haushalt verwendetes Mittel kann als eine Art Corona-Medikament eingesetzt werden.
Ein herkömmlich im Haushalt verwendetes Mittel kann als eine Art Corona-Medikament eingesetzt werden.
Foto: iStock.com/zoranm
Während zahlreiche Forscher nach einem Corona-Impfstoff suchen, könnten andere in einem herkömmlichen Haushaltsmittel ein potenzielles Hilfsmittel gegen Covid-19 entdeckt haben.

Sowohl britische als auch deutsche Wissenschaftler untersuchten, ob ein weit verbreitetes Haushaltsprodukt die Fähigkeit besitzt, effektiv gegen Covid-19-Erreger zu wirken. Bis zur Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs könnte die Pandemie damit immerhin durch die Verminderung des Ansteckungsrisikos besser eingedämmt werden. Forscher zumindest setzen Hoffnung in das vielversprechende, potenzielle Corona-Medikament und haben bereits seine Wirksamkeit nachgewiesen.

Sind Viren Lebewesen?
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Noch vor dem ersten Corona-Impfstoff könnte gängige Haushaltsware helfen

Was britische Wissenschaftler schon vor Monaten vermutet haben, konnte nachträglich durch eine Studie aus Bochum belegt werden: Mundspülungen könnten punktuell ähnlich wie ein Corona-Medikament wirken und den Covid-19-Erreger zerstören. Die Erkenntnisse ihres Experimentes veröffentlichten die Virologen der Ruhr-Universität Bochum und ihre Kollegen aus Jena, Ulm, Duisburg-Essen, Nürnberg und Bremen kürzlich im "Journal of Infectious Diseases".

Was sie genau nachgewiesen haben, ist Folgendes: Mundwasser könnte in Verwendung als eine Art Corona-Medikament dazu genutzt werden, den Befall des Mund-Rachen-Raums mit Viren bei Covid-19-Patienten zu senken und damit ebenfalls das Risiko einer Coronavirus-Übertragung. Für eine ganzkörperliche Behandlung sei diese Methode jedoch nicht geeignet.

8 gängige Mundwasser aus dem Handel getestet

Insgesamt wurde acht Mundspülungen untersucht, die unterschiedliche Inhaltsstoffe enthalten und in Drogerien und Apotheken verkauft werden. Diese wurden mit Viruspartikeln vermengt sowie mit einer Substanz versetzt, die den menschlichen Speichel nachahmen soll. Um ein Gurgeln zu simulieren, schüttelten die Forscher das Gemisch und maßen im Anschluss den Virusanteil.

Diese Mundspülungen töteten den Virus nach 30 Sekunden ab:

  • Listerine Cool Mint
  • Iso-Betadine
  • Dequonal

Weitere getesteten Mundwasser waren:

  • Cavex Oral Pre Rinse
  • Chlorhexamed Forte
  • Dynexidine Forte
  • Octenident
  • ProntOral

Wichtig sei jedoch zu bedenken, dass sich die Wirkung anders als bei einem richtigen Corona-Medikament und einem Coronavirus-Impfstoff nicht auf den ganzen Körper erstreckt, sondern lediglich im Mund-Rachen-Raum dafür sorgt, dass der Erreger abgetötet wird. Die Produktion der Viren in den Zellen werden damit nicht gehemmt, zitiert Focus.de Toni Meister, einen der Hauptautoren der Studie. Regelmäßiges Gurgeln könnte die Viruslast im Rachenraum immerhin verringern und Massenausbreitungen durch Superspreader eindämmen.

Britische Studie im Mai suggerierte ähnliche Wirkung als Corona-Medikament

Auch ein britisches Forscherteam untersuchte die Wirkung von Mundwasser abseits der Suche nach einem Coronavirus-Impfstoff genauer. Sie vermuteten bereits im Mai, dass die Flüssigkeit für Mundhygiene das Potenzial haben könnte, als eine Art Corona-Medikament den tödlichen Erreger erfolgreich anzugreifen.

Anders als ein Corona-Impfstoff sollte Mundwasser als Corona-Medikament demnach dazu dienen, Menschen, die positiv auf das Virus getestet wurden, im Umgang damit zu helfen. Eine erste Analyse, die im Journal "Function" veröffentlicht wurde, verwies bereits darauf, dass es sich im Hinblick auf Tests mit anderen Viren lohnt, "weiter zu erforschen, ob orale Spülungen als potenzieller Weg zur Verringerung von Übertragung von SARS-CoV-2 (Coronavirus) in Erwägung gezogen werden sollten".

Coronavirus-Impfstoffe sind weltweit in der Entwicklung

Trotz der womöglich vielversprechenden Aussichten, die sich ohne noch existierenden Coronavirus-Impfstoff durch ein so simples und leicht verfügbares Corona-Medikament wie Mundwasser ergeben, weist die Weltgesundheitsorganisation WHO darauf hin, dass es gegenwärtig noch keine Behandlungsmethode gibt, die das Coronavirus stoppen oder töten kann.

Um zudem die Ausbreitung der Krankheit weltweit eindämmen und aufhalten zu können, ist weiterhin die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffes nötig. Immerhin gibt es potenzielle Corona-Mittel, die selbst Experten wie Christian Drosten erstaunen. Aber auch sonst sind bereits einige Corona-Impfstoffe in der Entwicklung, die hoffen lassen. Ein potenzieller Wirkstoff gegen Corona soll das Virus in nur 48 Stunden töten.

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