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Eine Erde ohne Ozonschicht: Uns könnte wieder ein Massensterben ereilen

Könnte der Verlust der Ozonschicht ein Massensterben auslösen?
Könnte der Verlust der Ozonschicht ein Massensterben auslösen?
Foto: imago images/Ikon Images
Die Aufgabe der Ozonschicht ist es uns zu schützen. Doch was passiert, wenn sie wegbricht, zeigt das Beispiel eines frühen Massensterbens.

Vor 360 Millionen Jahren gab es ein Massensterben von Pflanzen und Lebewesen in Süßwassergewässern. Nun stellten Forscher fest, dass der Grund dafür, ein Abbau in der Ozonschicht gewesen sein könnte. Dieser neu entdeckte Auslöschmechanismus ist auch aus heutiger Sicht ziemlich erschreckend.

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Ozonschicht war schuld für Massensterben

Die Ozonschicht schützt uns eigentlich vor den schädlichen UV-Strahlen. Doch laut Forscher der Universität Southhampton soll der fehlende Schutz ein Massensterben auf der Erde ausgelöst haben. Solche Ereignisse sind nicht selten im Laufe der Geschichte der Erde. Doch vor 360 Millionen Jahren starb aufgrund des Verlustes der Ozonschicht ein großer Teil des Waldökosystems. Auch viele Fische wurden dadurch getötet.

Wegen eines veränderten Klimazyklus' auf der Erde ging die Ozonschicht zurück. Dabei kam es zu einer schnellen Erderwärmung nach einer Eiszeit. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass unser Planet auch heute ähnliche Temperaturen erreicht. Deswegen vermuten sie, dass ein solches Ereignis auch möglich sein könnte.

Gesteinsproben gaben Hinweise zum Massensterben

Während Expeditionen in den Polarregionen in Ostgrönland wurden Gesteinsproben gesammelt. Weitere Proben wurden in den Anden und in Bolivien gesammelt. Diese südamerikanischen Proben stammten vom südlichen Kontinent Gondwana, der näher am devonischen Südpol lag. Sie enthielten Hinweise darauf, was am Rand der schmelzenden devonischen Eisdecke geschah. So konnten Vergleiche zwischen dem Aussterben in der Nähe des Pols und in der Nähe des Äquators gezogen werden.

Die Gesteinsproben wurden in Flusssäure aufgelöst. So wurden mikroskopisch kleine Pflanzenspuren freigesetzt. Sie wurden dort Hunderte von Millionen Jahren erhalten. Viele diese Überreste hatten Stacheln an der Oberfläche gebildet. Das ist eine Reaktion auf UV-Strahlung, die die DNA der Pflanzen schädigt. Zudem wurden dunkle pigmentierte Wände beobachtet. Das könnte eine Art Schutzbräune gegen die erhöhte UV-Strahlung sein.

Ozonschicht brach durch plötzliche Erwärmung zusammen

Aufgrund der Beobachtungen in den Proben kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Ozonschicht für eine kurze Zeit zusammengebrochen sein musste. Das Leben auf der Erde wurden den schädlichen Strahlen ungeschützt ausgesetzt. So kam es zu dem Massensterben an Land und im Wasser. Nachdem die Eisdecke geschmolzen war, war das Klima auf der Erde sehr warm. Die erhöhte Hitze drückte natürlich erzeugte Chemikalien in die obere Atmosphäre und zerstörte die Ozonschicht. Normalerweise befindet sich die Ozonschicht ständig im Fluss. Mal ist sie da und mal geht sie verloren. Doch durch die abrupte Erwärmung fiel sie eine lange Zeit aus.

Während des Massenaussterbens überlebten Pflanzen nur selektiv. Viele Fischarten starben aus. Darunter auch die Tetrapoden, die Gliedmaßen als Flossen hatten. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass wir auch heute ähnliche Temperaturen erreichen werden, wie es sie vor 360 Millionen Jahren gab. Das könnte erneut zu einem Zusammenbruch der Ozonschicht führen. Ob uns wirklich ein Massensterben droht, beantworten Forscher. Wissenschaftler glauben, dass das Ende der Menschheit unvermeidbar ist.