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Coronavirus-Übertragung über die Klospülung: Das solltest du jetzt beachten

Ausgerechnet über die Klospülung kann eine Coronavirus-Übertragung möglich sein.
Ausgerechnet über die Klospülung kann eine Coronavirus-Übertragung möglich sein.
Foto: iStock.com/Jummie
Ausgerechnet über die Toilettenspülung kann laut neuer Erkenntnisse die Coronavirus-Übertragung begünstigt werden. Das bedeuten diese Informationen für uns.

Wissenschaftler versuchen seit vielen Monaten mehr Erkenntnisse über Covid-19 zu gewinnen und wissen mittlerweile schon viel mehr als noch zu Beginn der Pandemie. Nicht nur forschen sie zu möglichen Impfungen oder Medikamenten, sondern auch zu der Art und Weise, wie sich das Virus ausbreitet. Nun berichten einige Forscher davon, dass die Coronavirus-Übertragung auch über die Toilettenspülung erfolgen kann.

Coronavirus-Übertragung über die Klospülung

Neuen Untersuchungen zufolge, können nicht nur Menschen virushaltige Aerosole an die Umgebung abgeben, sondern auch ausgerechnet eine tägliche Notwendigkeit: die Toilettenspülung. Die Wissenschaftler Y. Li und J.-X. Wang erklären in ihrer Studie "Can a toilet promote virus transmission? From a fluid dynamics perspective", dass auch die Klospülung die Coronavirus-Übertragung fördern kann. Aerosole spielen laut Virologe Christian Drosten eine mindestens genauso wichtige Rolle, wie die Coronavirus-Übertragung über Tröpfchen.

Die chinesischen Forscher zeigten mithilfe einer Computersimulation der Wasser- und Luftströmungen, dass während des Spülens offenbar eine Wolke an Aerosoltröpfchen gebildet werden. Die Aerosole halten sich laut der Modellierung lange genug in der Luft, als dass sie von einer Person eingeatmet werden können, welche die Toilette nachfolgend besucht.

So verbreiten sich Tröpfchen der Toilettenspülung

Bei ihrer Untersuchung betrachteten die Wissenschaftler zwei unterschiedliche Arten von Toiletten: die eine hat nur einen einzigen Einlass für Spülwasser, während die andere zwei davon besitzt, womit eine rotierende Strömung erzeugt wird.

Fließt Wasser von der einen auf die andere Seite der Toilettenschüssel, wird Wirbel erzeugt. Etwa 40 bis 60 Prozent der Partikel, die bei dem Wirbel entstehen, können sich über den Toilettensitz erheben. Dabei werden Tröpfchen bis zu einer Höhe von fast einem Meter nach oben getragen. Dort können sie eingeatmet werden. Sie können sich aber auch auf Oberflächen absetzen. Eine Toilette mit zwei Einlässen für Spülwasser erzeugt sogar eine noch größere Geschwindigkeit von Aerosolpartikeln.

Das bedeuten die Erkenntnisse für uns

Angesichts ihrer "alamierenden Schlussfolgerungen" zur Coronavirus-Übertragung empfehlen die Wissenschaftler folgende verschiedene Verfahren für die Nutzung der Toilette:

  1. Schließe den Toilettendeckel vor dem Spülen. Damit könnte die Übertragung von Viren grundsätzlich verhindert werden.
  2. Reinige den Toilettensitz, bevor du dich hinsetzt. Denn möglicherweise könnten sich auf der Oberfläche Viruspartikel abgesetzt haben.
  3. Wasche dir nach dem Spülen sorgfältig die Hände, da sich Virenpartikel auch auf dem Spülknopf und dem Türgriff befinden könnten. Händewaschen solltest du allerdings ohnehin.

Wie die Coronavirus-Übertragung über die Luft funktioniert, kannst du in diesem Video sehen. Und dieser Faktor erhöht das Risiko einer Coronavirus-Infektion.

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