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Milder Coronavirus-Verlauf: Sorge vor und versorge dich mit diesem Vitamin

Diesen Vitamin-Mangel solltest du meiden, damit du im Fall der Fälle besser geschützt bist. Denn ein Mangel erhöht die Gefahr eines schweren Coronavirus-Verlaufs.
Diesen Vitamin-Mangel solltest du meiden, damit du im Fall der Fälle besser geschützt bist. Denn ein Mangel erhöht die Gefahr eines schweren Coronavirus-Verlaufs.
Foto: iStock.com/Capuski
Laut einer Untersuchung ist der Coronavirus-Verlauf schwerer, je weniger dein Körper mit Vitamin D versorgt ist. Wir sagen dir, warum und was du jetzt tun kannst.

Auf einen milden Coronavirus-Verlauf hoffen derzeit alle Menschen. Nun zeigen klinische Beobachtungsstudien, dass das Risiko einer schweren und gar tödlichen Erkrankung steigt, wenn ein niedriger Vitamin-D-Wert vorhanden ist oder gar ein Mangel herrscht. Darum solltest du versuchen, einen guten Vitamin-D-Wert zu haben.

Schwerer Coronavirus-Verlauf durch Vitamin-D-Mangel

Das Dr. Jacobs Institut für komplementärmedizinische Forschung erkannte bei zwei klinischen Beobachtungsstudien einen Zusammenhang zwischen dem Coronavirus-Verlauf und dem Vitamin-D-Wert. Demnach zeigte sich ein 23-fach erhöhtes Risiko für einen lebensbedrohlichen Verlauf, wenn Patienten wenig Vitamin D aufwiesen. Bestand ein Vitamin-D-Mangel, so erhöhte es das Sterberisiko um ein zehnfaches.

Das Institut bezieht sich auf unterschiedliche Studien, in denen diese Beobachtungen gemacht wurden. Die bisher veröffentlichten Publikationen belegen bisher zwar eine starke Korrelation, eine Kausalität müsste jedoch noch bewiesen werden, wofür es zusätzliche randomisierte Interventiosnsstudien geben müsste. Doch offenbar empfehle die französische Académie nationale de Médecine der Bevölkerung schon jetzt Vitamin D.

Weitere Hinweise auf eine positive Wirkung von Vitamin D

Dr.med. L.M. Jacob erklärt in der Pressemitteilung des Instituts unter anderem auch, dass Vitamin D "als essentieller Modulator des Immunsystems präventiv das preiswerteste und bisher beste Mittel gegen schwere Krankheitsverläufe sein" könnte. Dafür sprächen unter anderem folgende Hinweise:

  • Der Coronavirus-Ausbruch erfolgte im Winter, wenn die Vitamin-D-Werte schlechter sind.
  • Chronische Erkrankungen, die mit schweren Coronavirus-Verlauf assoziiert sind, stehen mit einem geringen Vitamin-D-Wert im Zusammenhang.
  • Vitamin-D-Mangel trägt zum Akuten Atemnotsyndrom bei, welches schwere Covid-19-Fälle auf die Intensivstation zwingt.

"Ein Mangel an Vitamin D als auch an anderen Vitaminen sollte dringend vermieden werden, auch weil sich deren Bedarf im Falle einer Infektion deutlich erhöht", heißt es in der Pressemitteilung außerdem.

Vitamin-D-Wert: hier bekommst du es

Der Körper bildet Vitamin D in der Regel mithilfe von Sonnenlicht, der UV-B-Strahlung, selbst. 80 bis 90 Prozent des Vitamins werden in der Haut gebildet. Dafür musst du dich aber draußen aufhalten, weil die UV-B-Anteile im Licht nicht durch eine Fensterscheibe dringen können, so das Robert Koch-Institut (RKI).

Das RKI erklärt zudem: "Die Vitamin-D-Bildung ist in den hiesigen Breiten nur von März bis Oktober möglich. Der Körper ist in dieser Zeit in der Lage, nicht nur den akuten Bedarf zu decken, sondern ebenfalls Vitamin-D-Reserven im Fett- und Muskelgewebe für das Winterhalbjahr anzulegen."

Mithilfe deiner Ernährung kannst du maximal 20 Prozent zu deiner Vitamin-D-Versorgung beitragen, da nicht viele Lebensmittel eine nennenswerte Menge des Vitamins enthalten. Das RKI nennt hier fetten Seefisch, bestimmte Innereien, Speisepilze und Eier. Auch über Nahrungsergänzungsmittel kannst du dir Vitamin D zuführen. Doch weil zu viel Vitamin D schädlich sein kann, solltest du unbedingt zunächst mit deinem Arzt oder deiner Ärztin sprechen.

Schlussfolgerungen zum Coronavirus und Vitamin D

Nachdem sich die Puzzleteilchen des Coronavirus langsam zusammensetzen, schlussfolgert Dr.med. L.M. Jacob: "Vitamin D stärkt das Immunsystem und kann wesentlich zu einem milderen Krankheitsverlauf von COVID-19 beitragen. Aufgrund der Studienlage ist die Bestimmung des Vitamin-D-Serumwertes und bei einem Mangel eine Supplementation des Vitamins empfehlenswert."

Um einen schweren Coronavirus-Verlauf bestmöglich zu vermeiden, könnte laut des Wissenschaftlers außerdem unter anderem auch Vitamin K eine große Rolle spielen. Hier erfährst du, warum auch Vitamin K einen Coronavirus-Schutz bieten könnte. Diese Faktoren fördern hingegen die Coronavirus-Gefahr.

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