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Das Magnetfeld der Erde ändert sich: Der Polsprung droht wohl früher als gedacht

Das Magnetfeld der Erde schützt uns vor den Gefahren des Alls. Doch was passiert, wenn der Polsprung droht?
Das Magnetfeld der Erde schützt uns vor den Gefahren des Alls. Doch was passiert, wenn der Polsprung droht?
Foto: iStock.com/Naeblys
Das Magnetfeld der Erde bietet uns Schutz vor den Gefahren des Weltalls. Wie eine neue Studie zeigt, verändert es sich schneller als bislang angenommen. Das könnte den Polsprung ankündigen.

Aus den Weiten des Universums können uns einige Dinge gefährlich werden. Beispielsweise Sonneneruptionen oder gefährliche Strahlungen. Das Magnetfeld der Erde hält unser Schutzschild aufrecht, um uns vor so etwas abzusichern. Nun zeigt aber eine neue Studie, dass sich das Erdmagnetfeld ganze zehn Mal schneller verändert, als bislang angenommen. Kündigt sich jetzt schon der nächste Polsprung an?

Magnetfeld der Erde ändert sich: Naht der Polsprung?

Bei der neuen Studie wurde das flüssige Eisen, das etwa 3.200 Kilometer unter der Erdoberfläche liegt, beobachtet. Es hat Einfluss auf das Magnetfeld der Erde. Der äußere Kern der Metallschmelze erzeugt elektrische Ströme. Sie laden das Magnetfeld unseres Planeten auf. Für uns spielt das Erdmagnetfeld eine wichtige Rolle, weil es nicht nur als Schutzschild dient, sondern auch viele Geräte, die zur Navigationen dienen, beeinflusst.

Nun zeigt aber die neueste Studie, das unser bisherige Verständnis über das Magnetfeld der Erde fehlerhaft zu sein scheint. Es ändert sich zehnmal schneller, als die Änderungen, die bislang aufgezeichnet wurden. Für die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Arbeit wurde eine Computersimulation erschaffen, die den Felderzeugungsprozess nachahmt. Zudem wurde eine Rekonstruktion der Zeitvariationen des Magnetfeldes der Erde der letzten 100.000 Jahre angelegt.

Viel ist über den Polsprung nicht bekannt

Eine Änderung gab es zuletzt vor etwa 39.000 Jahren. Mit einer Verschiebung von 2,5 Grad pro Jahr, schreitet diese Änderung schneller voran als bislang angenommen. Durch einen Polsprung kam es vor 41.000 Jahren zu einer Umkehrung des Erdmagnetfeldes. Zu einem Polsprung kam es in regelmäßigen Abständen in der Geschichte der Erde. Das konnten Forscher schon länger an der magnetischen Zusammensetzung von alten Gesteinen erkennen. Die Metalle weisen unterschiedliche Polarisationen auf.

Viel wissen wir aber nicht über diese geomagntische Umkehrung. Außer dass die Kompassnadel plötzlich in die andere Richtung zeigt. Für uns ist es aber wichtig, über einen solchen nahenden Moment Bescheid zu wissen, da unserer Erde in dieser Zeit anfälliger für radioaktive Elemente aus dem Weltall ist.Im letzten Jahrhundert hat das Magnetfeld der Erde etwa zehn Prozent seiner Stärke verloren. Besonders schwach ist es über dem Atlantik zwischen Afrika und Südamerika. Das Schwächeln ist ein Zeichen für den nahenden Polsprung. Unaufhaltsam bewegt sich der magnetische Nordpol weiter.

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