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Irgendwann ist Schluss: Die Zahl der Menschen auf der Erde ist begrenzt

Forscher finden heraus, wieso die Zahl der Menschen auf der Erde irgendwann wieder sinkt.
Forscher finden heraus, wieso die Zahl der Menschen auf der Erde irgendwann wieder sinkt.
Foto: iStock.com/Hydromet
Auch wenn wir es nicht mehr miterleben werden, interessiert uns ja doch, wie die Zukunft aussehen wird. Eine neue Studie verrät, wie viele Menschen auf der Erde leben werden.

Normalerweise würden wir annehmen, dass die Zahl der Menschen auf der Erde keine Grenze haben dürfte. Nach oben hin ist doch genug Platz, um die Weltbevölkerung ins Unermessliche zu steigern. Doch irgendwann ist Schluss. Diese Grenze haben Forscher nun berechnet.

Menschen auf der Erde: Das ist die errechnete Grenze

Forscher der University of Washington haben ein Modell aufgestellt, dass eine Prognose über die Zukunft der Weltbevölkerung wagt. Es geht darum, herauszufinden, wie viele Menschen es auf der Erde geben wird. Gibt es eine Grenze? Und wenn ja, wo liegt diese? Laut der Studie, die im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurde, soll die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2064 steigen. Um genau zu sein auf 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde.

Doch danach sieht es nicht mehr ganz so rosig für die Entwicklung der Weltbevökerung aus: Zum Ende des Jahrhunderts soll es einen Rückgang geben. Die Bevölkerung schrumpft auf 8,8 Milliarden Menschen auf der Erde. Das könnte an folgenden Gründen liegen:

  • Verbesserung beim Zugang der modernen Empfängnisverhütung
  • Mehr Bildung unter Mädchen und Frauen weltweit führt zum anhaltenden Rückgang der Geburtenrate

Das heißt in Zahlen, dass bis 2100 in 183 von 195 Ländern die Durchschnittsgeburtenrate unter 2,1 Geburten pro Frau sinken wird. Diese sind aber für einen Generationenwechsel erforderlich. Diese Berechnung deckt sich nicht mit einer Prognose der Vereinigten Nationen (UN). Bis 2100 rechnen sie mit einem Anstieg auf elf Milliarden Menschen auf der Erde. Sie erwarten die 9,7 Milliarden Menschen schon 2050.

Die Sterberate übersteigt die Geburtenrate

Die neue Studie zeigt, dass sich die Entwicklung der Bevölkerung regional unterscheidet. Faktoren wie Demografie und Wirtschaftssituation spielen da mit rein. 23 Länder werden genannt, in denen die Sterberate die Geburtenrate übersteigen wird. Vor allem Japan, Thailand, Italien und Spanien sind betroffen. Die Bevölkerung kann dort bis zu 50 Prozent sinken. Nur in Nordafrika und im Nahen Osten geht man davon aus, dass die Bevölkerung 2100 größer ist als 2017.

Menschen auf der Erde werden im Durchschnitt immer älter. In den nächsten Jahrzehnten soll sich die Zahl der über 80-Jährigen versechsfachen. Das heißt von rund 140 Millionen steigt diese auf rund 865 Millionen. Die Zahl der Kinder unter fünf Jahren wird auf 41 Prozent sinken. 2017 waren es rund 680 Millionen Kinder, 2100 soll es nur noch rund 400 Millionen Kinder unter fünf Jahren geben. Vor allem Indien und China werden nur noch wenige Menschen haben, die im erwerbsfähigen Alter sind. Dies könnte einen negativen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum haben. Es könnte zudem zu einer Verschiebung der Weltmächte kommen. Nur für Nigeria gibt es eine positive Entwicklung: 86 Millionen im Jahr 2017, rund 460 Millionen Erwerbstätige in 2100.

Auch mit politischen Konsequenzen ist zu rechnen

Politisch gesehen werden 183 von 195 Ländern bis zum Jahr 2100 eine liberale Einwanderungspolitik benötigen. Nur so lässt sich die Bevölkerungszahl hoch halten. Großbritannien, Deutschland und Frankreich sollen weiterhin in der Top Ten der weltweit größten Bruttoinlandsprodukte vertreten sein. Für Italien und Spanien könnte es schwierig werden, sich dort zu halten. Zudem müsste man aufpassen, dass der Rückgang der Menschen auf der Erde nicht Frauen Rechte und Freiheiten nimmt, damit sie die Familienplanung nicht vernachlässigen.

Das könnte dich auch noch interessieren: So viele Menschen leben auf der Erde. Ziemlich spannend: War der erste Mensch auf der Erde eine Frau?

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