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Vulkane auf der Venus: Oberfläche gibt Hinweise auf kürzliche Aktivität

Forscher entdeckten einen Feuergürtel auf der Venus-Oberfläche, der auf aktive vulkanische Strukturen deutet. (Symbolbild)
Forscher entdeckten einen Feuergürtel auf der Venus-Oberfläche, der auf aktive vulkanische Strukturen deutet. (Symbolbild)
Foto: iStock/Aphelleon
Nicht ohne Grund staunen Forscher zurzeit über die Hinweise, die sie auf der Venus-Oberfläche beobachtet haben. 37 vulkanische Strukturen sollen vor Kurzem noch aktiv gewesen sein.

Die Venus hat sich als heißblütiger Planet offenbart. Forscher haben nämlich Näheres über die vulkanischen Strukturen auf der Venus-Oberfläche herausgefunden. Demnach sind 37 ihrer Art vor Kurzem noch aktiv gewesen. Die sogenannten Coronae bilden wohl eine Art Feuergürtel um den Abendstern herum. Die Ursache dieses Gürtels soll nun weiter erforscht werden. So haben die Forscher die Vulkanaktivität nachgewiesen.

Vulkane auf der Venus-Oberfläche vor Kurzem noch aktiv

Bisher hatten Forschende Schwierigkeiten die Venus-Oberfläche gründlich zu erforschen, da der Abendstern von dichten Wolken umgeben ist. Deswegen wurde eine Kartierung der Venusoberfläche durchgeführt, um eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen möglich zu machen. Diese Kartierung und Ergebnisse der Magellan-Mission der NASA ermöglichten erst die neuen Forschungsergebnisse. Erst die Bilder der Magellan-Mission offenbarten, dass sich auf der Venus-Oberfläche sogenannte Coronae befinden.

Dabei handelt es sich um ringförmige Strukturen, die durch Vulkanaktivität entstanden sind. Die neuen Studienergebnisse von Forschern der ETH Zürich und der University of Maryland geben Hinweise darauf, dass die Vulkane der Venus-Oberfläche noch gar nicht so lang inaktiv sind. Die Coronae sind nämlich durch sogenannte Mantelplumes entstanden. Die Gebilde aus geschmolzenem Gestein können die Kruste durch Konventionsbewegungen durchbrechen. Die Hitze bildet dann die kreisförmigen Coronae auf der Venus-Oberfläche.

3D-Modell brachte Klarheit

Wann die Coronae entstanden sind und wie die Plumes sie gebildet haben, war bisher unklar. Daher erstellten die Forschenden eine 3D-Simulation und stellten so die Aktivität des Mantelplumes nach. Daran haben die Wissenschaftler erkannt, dass die Struktur der Coronae davon abhängt, wie aktiv die darunterliegende Magma-Säule ist. Zudem kann das Alter der Gebilde an ihrer Struktur abgelesen werden.

Daraufhin haben die Forscher die Coronae in zwei Kategorien unterteilt. Einerseits erkannten sie Strukturen, unter denen sich ein aktiv hochsteigender Plumes befinden und andererseits gibt es auf der Venus-Oberfläche Coronae unter denen es kalt und inaktiv ist. Die Forscher sind sich damit sicher, dass es noch aktive vulkanische Strukturen auf der Venus gibt. Es könnte allerdings sein, dass sie momentan ruhen. Tot sind sie jedoch nicht.

Forschung soll weiterhin stattfinden

Die Forscher haben außerdem herausgefunden, dass sie die aktiven Strukturen der Venus-Oberfläche eher in der südlichen Hemisphäre des Planeten befinden. Offen bleibt nun die Frage, weshalb die Mantelplumes einen solchen Feuergürtel auf der Venus bilden. Auch die Prozesse, die sich im Planeteninneren abspielen, sollen nun näher untersucht werden. Übrigens war die Venus einst für uns bewohnbar, doch dann hat ein verheerendes Ereignis alles verändert.

Dass die Venus-Oberfläche aktive vulkanische Strukturen beherbergt ist nicht neu. Forscher bewiesen die Aktivität auch durch Lavasträme.

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