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Corona-Masken haben noch einen ganz anderen, guten Zweck

Wer steckt hinter dem Mundschutz? Corona Masken haben noch einen anderen, guten Zweck.
Wer steckt hinter dem Mundschutz? Corona Masken haben noch einen anderen, guten Zweck.
Foto: iStock.com/klebercordeiro
Corona-Masken tragen laut den jüngsten Erkenntnissen maßgeblich dazu bei, dass eine Ausbreitung von Covid-19 verlangsamt wurde. Doch der Maskenschutz hat noch eine ganz andere gute Funktion.

Corona-Masken und Mundschutz aller Art sind die aktuell eine der besten Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19. Doch ihre steigende Nutzung hat einen weiteren, nicht so beabsichtigten Effekt: Sie hilft dem Datenschutz, indem die Träger damit unkenntlich werden für Programme, die auf Gesichtserkennung programmiert sind. Darum kollabieren die Algorithmen bei der Maske.

So trage ich den Mundschutz richtig
So trage ich den Mundschutz richtig

Corona-Masken sind nicht nur ein effektiver Maskenschutz gegen Erkrankung

Tragen Menschen eine Corona-Maske, die ausreichend den Mund und die Nase bedeckt, fangen viele Gesichtserkennungs-Algorithmen an, zusammenzubrechen. Die Fehlerquote steigt auf fünf bis 50 Prozent. Das hat jetzt eine neue Studie des US National Institute of Standards and Technology (NIST) ergeben. Dabei würden schwarze Masken viel mehr Fehler verursachen bei der Gesichtserkennung als blaue Masken. Und je mehr der Maskenschutz die Nase bedeckt, desto schwieriger sei es für die Algoritmen das Gesicht des Trägers zu identifizieren.

Laut Mei Ngan, dem Autor der Studie und Computerwissenschaftler bei NIST, haben sie vor allem Algorithmen untersucht, die vor der Pandemie entwickelt wurden, lange vor Corona-Masken und Maskenschutz. "Später in diesem Sommer planen wir das Testen der Genauigkeit von Algorithmen, die bewusst für maskierte Gesichter entwickelt wurden," so Ngan weiter.

So verhindert der Maskenschutz die Gesichtserkennung

Die von NIST geprüften Algorithmen zur Gesichtserkennung funktionieren darüber, dass sie die Abstände zwischen den Merkmalen eines menschlichen Gesichts abmessen. Da Corona-Masken die Elemente eines Gesichts wie Nase und Mund bedecken, kollabieren diese Programme. Der Fokus der NIST Studie lag dabei bei "one-to-one matching" Gesichtserkennung, also die Art von Identitätsprüfung, die wir bei Grenzkontrollen und Passkontrollen durchlaufen, wo der Algorithmus das Gesicht des Menschen mit seinem Ausweis in Einklang bringen soll. Das geht nicht so leicht mit Maskenschutz.

Die US-Abteilung für nationale Sicherheit hat sich schon Anfang 2020 Sorgen darüber gemacht, welche "potentiellen Auswirkungen die breite Nutzung von Mundschutz auf die Sicherheitsvorkehrungen mit Gesichtserkennungssystemen" haben könnten. Datenschützer wird diese Entwicklung aber wohl eher freuen. Doch nicht lange, denn die meisten Firmen arbeiten bereits an weiter entwickelten Algorithmen, die Gesichter auch mit Maske erkennen sollen.

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