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Über 4500 Jahre alt: Forscher lüften Mysterium um Stonehenge mittels neuer Methodik

Ist das der Ursprung von Stonehenge?
Ist das der Ursprung von Stonehenge?
Foto: iStock.com/Mark Devereux
Über den Ursprung der Kultstätte Stonehenge in Salisbury, England, war sich die Wissenschaft lange Zeit uneins. Nun wollen Forscher des Rätsels Lösung gefunden haben.

Um den antiken Steinkreis Stonehenge im Süden der englischen Insel ranken sich seit Jahrhunderten zahlreiche Mythen. Nun wollen Forscher das Rätsel um die Kultstätte endlich gelöst haben.

Stonhenge doch aus regionalen Steinen zusammengesetzt

In einer in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlichten Studie verorten Wissenschaftler der Universität in Brighton den Ursprung, der in dem Steinkreis verwendeten Steine, nach West Woods in Wiltshire, circa 25 Kilometer nördlich des Monuments. Der berühmte Kreis setzt sich aus zwei verschiedenen Arten von Steinen zusammen: Größeren Sandsteinblöcken, die hauptsächlich das Zentrum ausmachen, und kleineren sogenannten "Bluestones" in der Peripherie.

Die in Stonehenge verbauten Sandsteinblöcke, sogenannte Sarsensteine, sind demnach um 2500 vor Christus an den sakralen Ort geschafft worden, um dort zusammen mit kleineren Gesteinen in kreisförmiger Formation aufgestellt zu werden. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die größeren Blöcke bereits einige Jahre vor den kleineren "Bluestones", einer Gesteinsart aus Wales, dort errichtet wurden.

Noch immer einige Mysterien offen

Dieser Annahme wiederspricht die aktuelle Studie nun. Denn wie die Forscher mithilfe von tragbaren Röntgengeräten ermittelten, wurden die beiden Gesteinskomponenten von Stonehenge im gleichen Zeitraum an den Ort geschafft.

Wie genau die frühzeitlichen Menschen dies bewerkstelligten, ist übrigens umstritten. Die mehrheitliche Meinung geht von Schlitten aus, auf denen die Gesteinsblöcke dorthin geschleift wurden. Und auch über die Hintergründe warum Stonehenge überhaupt entstand, ist man sich bis heute nicht im klaren. Erst kürzlich kam zudem neuer Schwung in die Debatte um die Wiege der Menschheit.

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