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Mit dem Coronavirus verwandte Viren überlebten Jahrzehnte in diesem Tier

Dem Coronavirus verwandte Viren lebten noch viel länger als angenommen in diesen Tieren vor der Pandemie.
Dem Coronavirus verwandte Viren lebten noch viel länger als angenommen in diesen Tieren vor der Pandemie.
Foto: iStock.com/sankai
Über die Coronavirus-Herkunft wird gerätselt. Forscher konnten in einer Studie belegen, dass mit Corona verwandte Viren seit Jahrzehnten in diesem Tier existierten.

Viele Theorien und Studien ranken sich um die Coronavirus-Herkunft. Die jüngsten Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass mit Corona verwandte Viren bereits Jahrzehnte lang in Fledermäusen existierten. Und das lange bevor das Virus 2019 schließlich begann, auf Menschen überzugehen und die menschliche Spezies in große Gefahr zu bringen.

Coronavirus-Herkunft: Covid-19 stammt nicht aus China?
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Coronavirus-Herkunft nachgewiesen in Fledermäusen

Wie genau das Coronavirus auf die Erdbevölkerung übergegangen ist, ob es am Verzehr zeitweise illegaler Wildtiere in China lag oder nicht, ist noch noch nicht definitiv bewiesen. Doch eine Studie von Forschern der Penn State ergab, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Coronavirus-Herkunt in Fledermäusen zu finden ist.

Die sogenannte Hufeisenfledermaus (Rhinolophus affinis) steht in Verdacht als Quelle des neuen Coronavirus. Der SARS-Ausbruch von 2003/2004 konnte bereits auf diese Fledermaus zurückgeführt wurden. Folglich sind Schlangen oder Schuppentiere nicht zwingend der Ursprung des Coronavirus, wie frühere Studien annahmen, sondern wenn überhaupt nur ein Zwischenwirt für das Virus.

So hätte man die Coronavirus-Herkunft früher gefunden

Der Epidemiologe Maciej Boni hat mit seinen Kollegen von der Penn State die genetischen Muster des neuen Coronavirus (SARS-Cov-2) und 67 verwandter Viren verglichen. Die Analyse sollte dazu dienen, die Evolution von SARS-CoV-2 nachzuverfolgen und zu prüfen, welche Transfers zwischen dem genetischen Material der verschiedenen Coronaviren stattfanden, um das aktuell grassierende Coronavirus Covid-19 zu bilden.

Im Magazin "Nature Microbology" berichten die Wissenschaftler am 28. Juli 2020, dass es sich bei SARS-CoV-2 um keine Kombination aus dem Genmaterial verschiedener Coronaviren handelt. Die hohe Ansteckungsgefahr des Virus, seine Fähigkeit, menschliche Zellen schneller zu befallen, ist demnach keine Mutation durch Rekombination früherer Coronaviren. Die Traditionslinie von SARS-CoV-2 bildete sich nach Einschätzungen der Forscher irgendwann zwischen 1948 und 1982 und lebte seit Jahrzehnten in Fledermäusen.

Theoretisch hätte das Coronavirus also auch viel früher ausbrechen können. Das Finden, Untersuchen und die Behandlung der Hufeisenfledermäuse könnte ähnliche Pandemien in Zukunft vorbeugen, so das Fazit der Forscher. Das war bisher über die Coronavirus-Herkunft bekannt. Ist diese Shrimp-Verkäuferin Patient Zero in der Corona-Pandemie? Oder ist der Corona-Ursprung ein Labor in China?

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