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Bekanntes Corona-Anzeichen: Es soll schlimmer sein, als gedacht

Es gibt Corona-Anzeichen, die sich im Nachhinein als deutlich gefährlicher herausstellen.
Es gibt Corona-Anzeichen, die sich im Nachhinein als deutlich gefährlicher herausstellen.
Foto: iStock.com/klebercordeiro
Dass ein Corona-Anzeichen bekannt ist, heißt nicht, dass Forscher es verstehen. So könnte ein bis heute rätselhaftes Symptom deutlich gefährlicher sein, als bislang vermutet.

Es gibt inzwischen einige bekannte Corona-Anzeichen, die auch schon früh entdeckt wurden. Manche davon bleiben jedoch bis heute größtenteils ein Rätsel oder entpuppen sich im Nachhinein sogar als gefährlicher als bislang vermutet.

Ein Geschlecht stirbt häufiger am Coronavirus
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Dieses Corona-Anzeichen macht Sorgen

Eines der weiterhin mysteriösen Corona-Anzeichen bleibt die Krankheit "MIS-C" (Multisystemisches Entzündungssyndrom bei Kindern), die zwar schon recht früh am Anfang der Coronavirus-Pandemie entdeckt wurde, Kindern jedoch bis heute auf größtenteils unerklärte Art nach einer Covid-19-Erkrankung zusetzt.

Befallen hat die rätselhafte Krankheit MIS-C weltweit hunderte Kinder, die zuvor mit dem Coronavirus infiziert waren. Selbst nach vorangegangenen milden Covid-19-Krankheitsverläufen konnte das Corona-Anzeichen dabei anscheinend beobachtet werden. Besonders gefährlich daran: Ein leichter Ausbruch von Covid-19 soll keine Garantie dafür sein, dass MIS-C danach nicht schwer oder sogar fatal verlaufen kann.

Corona-Anzeichen kommt ohne Vorwarnung

Wie Science Alert berichtet, ist der Fakt, dass Kinder nicht einmal die klassischen Corona-Anzeichen der oberen Atemwege zeigen müssen, selbst für Experten erschreckend. "Kinder haben womöglich keine Symptome, niemand wusste, dass sie die Krankheit hatten, und wenige Wochen später entwickeln sie eine ausufernde Entzündung im Körper", erläutert der Neonatologe Alvaro Moreira vom Gesundheitswissenschaftszentrum der Universität von Texas.

Der Forscher und sein Team hatten das gefährliche Corona-Anzeichen in einem umfassenden Review-Prozess erneut untersucht und dabei 40 Beobachtungsstudien, die 662 betroffene Kinderpatienten mit dem MIS-C-Syndrom umfassten, aufgedeckt. 71 Prozent der Betroffenen mussten laut der aktuellen Analyse in Intensivpflege, wobei der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt bei acht Tagen lag.

So macht sich MIS-C bemerkbar

In jedem Fall wurde bei den Patienten Fieber beobachtet, die Mehrheit (73,7 Prozent) hatte zudem mit Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen (68,3 Prozent) zu kämpfen. Während auch Bindehautentzündung und Ausschlag Teil des Corona-Anzeichens waren, verstarben elf der in den Studien genannten Kinder sogar an der Krankheit. Dabei sei die Sterberate unter Kindern mit MIS-C den Forschern zufolge mit 1,7 zwar vergleichsweise gering, sie wäre aber dennoch sehr viel höher, als die geschätzte Sterblichkeitsrate von 0,09 Prozent, die bei Kindern mit Covid-19 beobachtet wurde.

Tödlich kann das Corona-Anzeichen MIS-C sein, weil es multiple Organsysteme angreift, wie Moreira sagt. Egal, ob es das Herz oder die Lungen sind, die Krankheit habe so viele Gesichter, dass sie von Ärzten schwer zu verstehen ist. Es ist aber bei weitem nicht das einzige rätselhafte Corona-Anzeichen. Ein anderes haben Forscher vor kurzem erst ausgemacht. Und selbst die Reihenfolge von Coronavirus-Symptomen kann eine Bedeutung haben.