Science 

Überraschender neuer Befund bei geheilten Coronavirus-Patienten macht Sorgen

Eine neue Studie über verheerende Coronavirus-Folgen hinterfragt eine bislang erfolgreiche Behandlungsmethode.
Eine neue Studie über verheerende Coronavirus-Folgen hinterfragt eine bislang erfolgreiche Behandlungsmethode.
Foto: iStock.com/Halfpoint
Die Coronavirus-Folgen sind verheerend. Darüber sind sich Forscher einig. Doch jetzt haben Ärzte eine besorgniserregende Entdeckung gemacht, die sie bei der Behandlung berücksichtigen müssen.

Es ist bekannt, dass Covid-19-Patienten neurologische Schäden durch die Krankheit haben können. Doch jetzt hat eine Studie aufgezeigt, dass auch eine spezifische Behandlungsmethode zum Retten von Leben im Nachhinein verheerende Coronavirus-Folgen haben kann. Denn die Positionierung von Covid-19-Patienten mit ihrem Gesicht nach unten für eine bessere Atmung in der englischen Sprache auch "proning" genannt, verursachte bei einigen genesenen Patienten im Nachhinein Schaden.

Ein Geschlecht stirbt häufiger am Coronavirus
Ein Geschlecht stirbt häufiger am Coronavirus

Coronavirus-Folgen: Eine Behandlungsmethode ist besonders gefährlich

Eine neue Studie warnt vor einer Behandlungsmethode, die vielen Coronavirus-Erkrankten in der Praxis das Leben gerettet hat. Die Untersuchung zeigt auf, dass das sogenannte "Proning", bei dem die Betroffenen mit ihrem Gesicht nach unten an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden, dazu führen kann, dass selbst die durch den Prozess genesenen Patienten im Anschluss Anzeichen für einen Nervenschaden zeigten. Das sind Coronavirus-Folgen, mit denen bisher keiner gerechnet hat.

Insgesamt 83 Coronavirus-Patienten wurden in der Studie mit "Proning" behandelt und anschließend in die Reha geschickt in einem Krankenhaus. Zu dieser Zeit hatten schon circa 14 Prozent der Patienten einer periphere Nervenverletzung aufgewiesen an einem oder mehreren Punkten am Körper, vor allem an der Hand, am Handgelenk, am Fuß und an der Schulter. Diese Schäden würden laut der Untersuchung auch nicht mehr verheilen.

Sollte die Behandlungsmethode geändert werden?

Der Schaden umfasste bei den Patienten den Verlust der Handfunktion und das Einfrieren von Schulter und Fuß. Das kann dazu führen, dass eine Stütze, ein Stock oder ein Rollstuhl erforderlich wird. Trotz der Studie über die Coronavirus-Folgen argumentiert Dr. Colin Franz, der Autor der Studie, dass "Proning" weiterhin wichtig sei, weil sie Leben rette während der Coronavirus-Pandemie.

Bei diesem bekannten Corona-Anzeichen sollen die Folgen schlimmer sein als gedacht. Es herrscht immer noch große Unsicherheit bezüglich des Virus. Sogar der Virologie Christian Dorsten warnt vor diesem Corona-Test. Selbst bereits bestätigte Annahmen sind nicht in Stein gemeißelt. Forscher haben diese Erkenntnis nun widerlegt.