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Neue Studie prognostiziert noch mehr resistente Viren dank globaler Erwärmung

Ist das Coronavirus nur der Anfang? Wird der Klimawandel noch mehr Viren zu uns bringen?
Ist das Coronavirus nur der Anfang? Wird der Klimawandel noch mehr Viren zu uns bringen?
Foto: imago images / Westend61
Der Klimawandel wird noch viel mehr Viren erzeugen, die behandlungsresistent sein werden. Das folgert eine neue Studie von Schweizer Forschern, die das Coronavirus nur als Anfang sehen.

Die menschliche Gesellschaft kämpft schon seit Monaten mit einer ihrer größten Krisen, ausgelöst von einem kleinen Virus. Doch es wird nicht der letzte Kampf dieser Art sein. Das behauptet eine neue Studie aus einem Schweizer Labor, das in einer neuen Ausgabe der "American Chemical Society’s Environmental Science and Technology" erschienen ist. Die Forscher stellen die beunruhigende These auf, dass der Klimawandel durch die globale Erwärmung, an der das umweltfeindliche Verhalten der Menschen nicht ganz unschuldig ist, noch viel mehr Viren wie Covid-19 produzieren könnte. Und sie werden behandlungsresistent sein.

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Klimawandel: So wird die globale Erwärmung noch mehr Viren erschaffen

Viren, die aus dem Wasser stammen und durch die globale Erwärmung dazu gebracht werden sich an wärmere Klimas zu gewöhnen, sollen laut einer neuen Studie länger infektiös sein als gewöhnlich. Die Untersuchung mehrerer Schweizer Wissenschaftler belegt, dass diese Viren auch resistenter gegenüber Desinfektionsmitteln wie Chlor und damit eine echte Gefahr für die Menschen in der Zukunft sein werden. So wird uns die globale Erwärmung und der Klimawandel uns gefährlich.

Tamar Kohn, Professor für Umweltchemie an der École Polytechnique Fédérale in Lausanne, führt gegenüber der Zeitschrift The Independent aus, dass die Gesundheitsrisiken durch Viren vor allem in Regionen steigen werden, die wärmer sind. Hohe Temperaturen und Sonnenstrahlen sind eigentlich dafür bekannt, dass sie das Potential von Viren aus dem Wasser absenken. Doch dieses Phänomen tritt laut der Untersuchung nicht auf, wenn sich die Viren an die warmen Temperaturen bereits gewöhnt haben.

Welche Viren können uns gefährlich werden?

Im Mittelpunkt der Studie stand eine Familie von Viren, die als Enteroviren bekannt sind. Diese Gruppe ist bekannt dafür, dass sie Infektionen wie Erkältungen, Polio und andere verursachen. Die Übertragung der Enteroviren geschieht fäkal-oral von Mensch zu Mensch oder über Lebensmittel, Trinkwasser und Gegenstände, die mit Speichel oder Fäkalien kontaminiert wurden.

Dabei erwies sich, dass die Viren, die zuvor einer hohen Temperatur ausgesetzt waren, sich daran anpassten und darauf nicht mehr mit Infektionsmitteln abgetötet werden konnten. Daraus leiten die Forscher ab, dass der Kimawandel und die globale Erwärmung die Lebensdauer solcher Viren verlängern könnten. Sie räumen aber auch ein, dass dies Laborresultate sind und man weitere Tests, auch außerhalb vornehmen muss, bevor man definitive Resultate habe.

Der Klimawandel hat nicht nur verheerende Folgen für den Menschen, sondern vor allem auch für große Bereiche der Erde. Auch die Arktis wird dabei nicht verschont. Schon in 15 Jahren könnte sie eisfrei sei. Pessimistische Zukunftsforscher sehen das Jahr 2024 als das Ende der globalen Erwärmung und damit auch der Menschheit.