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Bei einem schweren Coronavirus-Verlauf ist diese Behandlung häufig die letzte Rettung

Eine Behandlung hat gezeigt, dass sie bei einem schwerem Coronavirus-Verlauf hilfreich ist.
Eine Behandlung hat gezeigt, dass sie bei einem schwerem Coronavirus-Verlauf hilfreich ist.
Foto: iStock.com/Morsa Images
Bei einem schweren Coronavirus-Verlauf ist häufig die Lunge stark betroffen. Eine Behandlung zeigt jetzt Wirkung und macht Hoffnung.

Die Lunge versagt häufig bei einem schweren Coronavirus-Verlauf. Falls es nicht hilft, Covid-Patienten in einem solchen Fall zu beatmen, so kann die letzte Rettung sein, Sauerstoff in das Blut zuzuführen. Während die sogenannte Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) zu Beginn der Coronavirus-Pandemie kaum Wirkung gezeigt hat, sieht es mittlerweile laut einer Studie anders aus.

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Schwerer Coronavirus-Verlauf: Diese Behandlung zeigt Wirkung

Die ECMO-Behandlung bei Patienten mit einem schweren Coronavirus-Verlauf funktioniert wie folgt: Kohlendioxid wird außerhalb des Körpers aus dem Blut des Erkrankten entfernt, während Sauerstoff zugeführt wird. Die Universität Michigan veröffentlichte im Fachmagazin Lancet eine Studie zu dieser Behandlung. Sie fanden heraus, dass die Sterberate bei unter 40 Prozent liegt, was durchaus Hoffnung gibt. Denn zu Beginn der Pandemie wurde keine niedrigere Mortalität bei der Verwendung festgestellt.

Auf das positive Ergebnis kamen die Forschenden der Universität Michigan bei einer Untersuchung der Daten aus dem Patientenregister der Extracorporal Life Support Organization (ELSO). Bis Mai 2020 wurden in der Studie 1.035 Coronavirus-Patienten mit einem hohen Sterberisiko untersucht. Mithilfe der ECMO-Behandlung konnte die Überlebenschance der Erkrankten stark verbessert werden.

Mehrere Risikofaktoren führten in der Studie jedoch zu einem höheren Mortalitätskrisiko: Das Alter, Immunschwäche, ein akutes Nierenversagen und vorbestehende chronische Lungenerkranungen sowie die Reanimation vor einer ECMO-Behandlung und eine schlechtere Lungenfunktion.

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