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Diese Altersgruppe zeigt keine Übersterblichkeit durch das Coronavirus

Eine neue Studie aus Essen belegt, dass eine Übersterblichkeit durch Coronavirus-Folgen bei dieser Altersgruppe nicht vorliegt.
Eine neue Studie aus Essen belegt, dass eine Übersterblichkeit durch Coronavirus-Folgen bei dieser Altersgruppe nicht vorliegt.
Foto: imago images / Panthermedia
Die Coronavirus-Folgen sind nicht bei allen Altersgruppen gleich. Eine neue Studie belegt nun, dass bei einer Altersgruppe durch Covid-19 nicht mehr Menschen gestorben sind als in den Jahren davor.

Eine Essener Studie hat eine erstaunliche Erkenntnis zutage gebracht über die Übersterblichkeit einer bestimmten Altersgruppe in Deutschland wegen Covid-19. Die Untersuchung ist der Frage nachgegangen, ob während der ersten Corona-Welle in Deutschland mehr Menschen in ihren jeweiligen Altersgruppen gestorben sind als in den Jahren zuvor. Die Ergebnisse des Forscherteams der Universitätsklinik Essen nach der Analyse der Todeszahlen zeigt, dass sich für eine Risikogruppe keine Übersterblichkeit durch Coronavirus-Folgen feststellen lässt. Und das ist der Grund.

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Coronavirus-Folgen sind nicht für alle Altersgruppen gefährlich

Seit dem Frühjahr 2020 ist unser Alltag wie verändert. Überall Masken und Hygiene-Maßnahmen, um sich bloß nicht mit dem Coronavirus anzustecken. Doch jüngere Altersgruppen pfeifen gerne auf die Vorsichtsmaßnahmen, gilt doch als erwiesen, dass junge Menschen nicht so stark unter den Coronavirus-Folgen leiden wie ältere Menschen. Doch wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich? Eine verlässliche Kennziffer, um die Gefährlichkeit eines Virus zu messen, ist die Zahl der Todesopfer. Eine Studie aus Essen hat nun untersucht, ob durch Sars-CoV-2 mehr Menschen im selben Zeitraum gestorben sind als in den vergangenen Jahren. Liegt also eine sogenannte Übersterblichkeit vor?

Das Forscherteam der Universitätsklinik Essen hat Daten der ersten Welle von Anfang März (Woche 10) bist Anfang Juni (Woche 23) analysiert. In dieser Zeit registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) 8647 Todesfälle, die mit Coronavirus-Folgen in Verbindung gebracht wurden. Diese Zahlen wurden mit den entsprechenden Perioden der Jahre 2016 bis 2019 verglichen. Die Ergebnisse des Teams um Andreas Stang, Leiter des Zentrums für Klinische Epidemiologie und Leiter des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie wurden nun im Fachmagazin "Journal of Infection" veröffentlicht.

Diese Altersgruppe zeigt keine Übersterblichkeit

In allen Altersgruppen zeigt sich der Höhepunkt der Todesfälle jeweils von Ende März (Woche 13) bis Ende April (Woche 17). Besonders viele Todesfälle gab es in den Altersgruppen 60 bis 69 Jahre, 80 bis 89 Jahre und älter als 90 Jahre. Die Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen hingegen zeigte keine Übersterblichkeit. Der Grund dafür: In dieser Altersgruppe ist das Immunsystem bereits nicht mehr so stark und es kommt auch ohne Corona zu vielen Todesfällen wegen Altersschwäche-Krankheiten.

Die Übersterblichkeit ist laut der Studie in Ländern wie Italien, Spanien, Brasilien, Großbritannien und den USA wesentlich höher. Und während der besonders verheerenden Grippe-Saison 2017/2018 starben mit 25.000 Menschen dann doch mehr Menschen als durch Coronavirus-Folgen.

Auch nach der Genesung kann das Coronavirus schwere gesundheitsschädliche Folgen haben. Dies bestätigt auch diese Studie zu einer besonderen Behandlungsmethode. Forscher der Berliner Charité haben bereits Alarm geschlagen und warnen vor einer zweiten Welle in Deutschland. Dieses Merkmal soll laut einer neuen Studie den Corona-Tod bringen.

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