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Biologische Vielfalt steht auf dem Spiel: 1.9 Millionen Quadratkilometer Wildnis sind ausgerottet

Die biologische Vielfalt der Erde steht auf dem Spiel.
Die biologische Vielfalt der Erde steht auf dem Spiel.
Foto: iStock.com/richcarey
In den letzten 13 Jahren haben die Menschen intakte Wildnis in der Größe von Mexiko modifizert und sich so zu Nutzen gemacht. Forscher erklären, was das für die biologische Vielfalt bedeutet.

Bisher ist die Erde der einzige Ort, auf dem Leben nachgewiesen wurde. Der Planet Erde profitiert seit Jahrtausenden von einer enormen biologischen Vielfalt. Diese steht jedoch seit längerem auf dem Spiel. Wie kritisch die Lage ist, haben Forscher sechs verschiedener Länder in einer Vergleichsstudie herausgefunden.

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Zerstörung der biologischen Vielfalt: Forscher sind sprachlos

Zwischen dem Jahr 2000 und 2013 haben die Menschen sich 1.9 Millionen Quadratkilometer intakte Wildnis zu Nutzen gemacht. Das bedeutet, dass die Erde Wildnis in der Größe von Mexiko verloren hat. Obwohl die Forscher erwartet haben, dass viel Fläche kultiviert und abgeholzt wurde, sind selbst sie von den Ergebnissen schockiert.

Die Forschungsleitung ging aus von der University of Queensland in Australien, doch es waren Forscherteams aus sechs verschiedenen Ländern mit insgesamt 17 Wissenschaftlern beteiligt. Für die Auswertung haben die Forscher überwiegend Satellitenbilder verwendet und dabei analysiert, wie sich der menschliche Fußabdruck zwischen den Jahren 2000 und 2013 vergrößert hat. Fast zwei Millionen Quadratkilometer an wilder Fläche mit intakten Ökosystemen wurde genutzt. Die Forscher sind sich nun sicher, dass die biologische Vielfalt der Erde auf dem Spiel steht.

Mal ganz abgesehen davon, dass dadurch lebenswichtige Pflanzen verlorengegangen sind, haben sich auch die Lebensräume für diverse Tierarten drastisch minimiert. Es gibt zahlreiche Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, weil ihr natürlicher Lebensraum zerstört wurde. Ein einschlägiges Beispiel bietet die indonesische Insel Sumatra. Hier wurde enorm viel Waldfläche abgeholzt, sodass beliebte Tierarten wie Elefanten, Orang-Utans und Tiger kaum noch präsent sind. Regenwälder in Indonesien und Papa Neu Guinea werden vor allem in Palmöl-Farmen umgewandelt, was als Geldquelle gilt, so die Forscher.

Wir müssen die Wildnis, Wildnis sein lassen

Die Forscher um Brooke Williams sind sich einig, dass Ökosysteme proaktiv geschützt werden müssen. Die biologische Vielfalt in der Wildnis ist für unser eigenes Überleben essentiell. Das Problem kann anhand dieser Zahlen verdeutlicht werden: Von 221 untersuchten Nationen hatten nur 26 mindestens die Hälfte ihrer Wildnis intakt. Russland, Kanada, Brasilien und Australien beherbergen 60 Prozent aller unberührten Ökosysteme weltweit. Die Forscher haben außerdem herausgefunden, dass binnen der 13 Jahre 20 Prozent der gesamten Erdoberfläche von Menschen "erobert" wurden. Am schwersten betroffen waren Naturgebiete wie Savannen und Wiesenlandschaften.

Das Problem mit den Nationalparks

Wie The Guardian außerdem berichtet, befürworten Forscher zwar die Existenz von Nationalparks und Naturreservaten, doch sie kritisieren sie auch. Oftmals seien diese Naturgebiete nämlich zu isoliert, sodass sie von diversen Tierarten, die dort eigentlich einen Lebensraum finden könnten, nicht erreicht werden. Um die biologische Vielfalt zu bewahren ist also nur eines möglich: Die Menschen müssen aufhören, sich an der Wildnis zu bedienen. Die Welt zu retten wäre eigentlich ganz einfach. Forscher haben sogar einen Plan geliefert, der den Planeten Erde retten soll. Der Plan sollte besser gut sein: Andere Wissenschaftler meinen nämlich, das sogar grüne Energie der Erde schadet.

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