Science 

Weniger als ein Drittel des Alls ist Materie – Forscher errechnen sich das Universum

Das Universum besteht aus Materie und Energie. Forscher haben herausgefunden, wie man diese berechnen kann. (Auf dem Foto zu sehen ist ein Teil der Materie: Der Adlernebel.)
Das Universum besteht aus Materie und Energie. Forscher haben herausgefunden, wie man diese berechnen kann. (Auf dem Foto zu sehen ist ein Teil der Materie: Der Adlernebel.)
Foto: imago images/StockTrek Images
Indem Forscher die Materie Hunderter Galaxienhaufen berechneten, konnte das Team schätzen, aus wie viel Materie das Universum tatsächlich besteht. Die Ergebnisse sind verblüffend.

Das Universum besteht zu weniger als einem Drittel aus Materie. Das haben Forscher herausgefunden, indem sie die Masse diverser Galaxienhaufen berechneten. Materie ist also im All in der Minderheit. Sie steht in einem Verhältnis von 31,5 zu 68,5 zur Energie, haben Forscher anhand jüngster Ergebnisse herausgefunden. Im Folgenden erfährst du mehr darüber, wie die Forscher aus Kalifornien das theoretische Experiment durchgeführt haben.

Brandneue Urknalltheorie: Es könnte etwas VOR dem Big Bang gegeben haben
Brandneue Urknalltheorie: Es könnte etwas VOR dem Big Bang gegeben haben

Das Universum hat wenig Materie – vor allem besteht es aus dunkler Energie

Ein Drittel des Universums besteht also aus Materie, sagen die Forscher um Mohamed Abdullah der University of California. Zwei Drittel sind demnach Dunkle Energie. Unter Dunkler Energie versteht man eine hypothetische Form der Energie. Forscher nutzen sie als Konstante, um die beschleunigte Expansion des Universums zu beschreiben. Das Universum dehnt sich nämlich ständig weiter aus und ein Ende gibt es nicht.

Zudem haben die kalifornischen Forscher herausgefunden, dass nur 20 etwa Prozent der Materie reguläre Materie ist. Nur 20 Prozent ist demnach mit Objekten wie Sternen, Galaxien, Staub und Gas ausgestattet. 80 Prozent ist Dunkle Materie. Die Erforschung dieser stellt für Astronomen eine riesige Herausforderung dar, da sie in Untersuchungen kaum zu erfassen ist. Jüngst haben Wissenschaftler daher mit Experimenten gearbeitet, die das Universum simulieren, um Dunkle Materie besser zu verstehen.

Materie berechnen: Neues Tool hat dabei geholfen

Mit einem neuentwickelten Tool namens GalWeight konnten die Astronomen die Masse eines Galaxiehaufens berechnen. Dies taten sie, indem sie die Umlaufbahnen einzelner Galaxien untersuchten. So wurde die Materie von 756 Galaxienhaufen berechnet und mit Simulationen verglichen, die verdeutlichen, wie Galaxiehaufen sich bilden. Anhand der Übereinstimmungen konnten die Astronomen die wahrscheinlichste Menge an Materie bestimmen, die das Universum enthält.

Co-Autorin Gillian Wilson beteuerte gegenüber der Presse der University of California: "Es ist uns gelungen, eine der genauesten Messungen durchzuführen, die jemals mit der Galaxienhaufen-Technik durchgeführt wurden."

Aus diesem Grund ist die Forschung zur Universums-Materie wichtig

Das Universum hat unvorstellbare Ausmaße. Vor allem Dunkle Materie und Dunkle Energie ist wenig bis gar nicht erforscht. Berechnungen wie die der University of California helfen Astronomen enorm dabei, das Universum mit all seinen Komponenten besser zu verstehen. Wusstest du, dass die Existenz der Dunklen Materie noch gar nicht bewiesen ist? Es gibt allerdings mindestens sechs Theorien, die für die Existenz der Dunklen Materie sprechen.

Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen