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Internationale Raumstation: Neuester Flug bricht sämtliche Rekorde

Die Raumfahrttechnik konnte mit dem Flug der Soyuz MS-17 zur internationalen Raumstation einen wichtigen Rekord brechen.
Die Raumfahrttechnik konnte mit dem Flug der Soyuz MS-17 zur internationalen Raumstation einen wichtigen Rekord brechen.
Foto: NASA/GCTC/Andrey Shelepin
Beim jüngsten Flug zur internationalen Raumstation ISS konnte auf beeindruckende Weise ein wichtiger Rekord der Raumfahrt gebrochen werden.

Der 14. Oktober 2020 wird als großer Erfolgstag in die Geschichte der Raumfahrttechnik eingehen. Mit einem wahnsinnigen Expressflug zur internationalen Raumstation konnten sämtliche Rekorde gebrochen werden.

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Internationale Raumstation: Rekordflug ist ein Wahnsinnstriumph

Am Morgen des 14. Oktober startete eine russische Sojus-Raumkapsel ihren Weg zur internationalen Raumstation. Ihre Mission: Zwei Kosmonauten und eine US-Astronautin zur ISS zu fliegen und die bisherige Crew abzulösen. Die Kapsel startete pünktlich um 7.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. Wie die NASA auf Twitter verkündete, wurde die Ankunft der Kapsel um 10:48 Uhr von der Raumstation bestätigt.

Mit einer wahnwitzigen Flugzeit von drei Stunden und drei Minuten stellte der Expressflug "Expedition 64" eine neue Bestzeit auf und brach damit sämtliche Rekorde, die zuvor aufgestellt wurden. Zum Vergleich: Die Astronauten wurden schneller von der Erde auf die internationale Raumstation befördert, als eine durchschnittliche Autofahrt von Berlin nach Hamburg dauert. Bisherige Flüge von Sojus-Raketen dauerten in den meisten Fällen etwa sechs Stunden.

Coronavirus erschwert Weltraum-Missionen

Die drei Raumfahrer werden nach Informationen der NASA voraussichtlich erst im Frühjahr 2021 zurückkehren. Bis dahin wird die internationale Raumstation ihr Zuhause sein.

Der Flug zur internationalen Raumstation konnte trotz der Bedrohung durch das Coronavirus unter schärfsten Hygienevorschriften stattfinden. Die Astronauten Sergey Ryzhikov, Sergey Kud-Sverchkov und Kate Rubins mussten sich vor dem Start für über einen Monat in Quarantäne begeben und wurden mehrfach auf das Virus getestet. Eine Infektion der Besatzung der internationalen Raumstation könnte katastrophale Folgen haben, weswegen das Virus für die Raumfahrttechnik eine besondere Herausforderung darstellt.

In den nächsten Jahren soll die Raumfahrttechnik auch abseits der internationalen Raumstation Fortschritte machen. 2021 plant die NASA beispielsweise eine Mondmission, die ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Bemannung des Mars ist. Eine alte Mondrakete aus den 1960er-Jahren rast momentan auf die Erde zu und gibt Forschern Rätsel auf.

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