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Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima will Japan verseuchtes Wasser in den Ozean pumpen

Fast zehn Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima soll Wasser aus der Anlage zurück in den Ozean geführt werden.
Fast zehn Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima soll Wasser aus der Anlage zurück in den Ozean geführt werden.
Foto: iStock.com/IG_Royal
Nach der schrecklichen Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 will die japanische Regierung das verseuchte Kühlwasser in den Ozean zurückführen.

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima war eine der größten Tragödien unserer Zeit und ist der größte Nuklearunfall nach Tschernobyl. Fast zehn Jahre nach dem Unglück will die japanische Regierung Wasser aus der Anlage zurück in den Ozean leiten.

Fukushima – Ende nicht in Sicht

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima - was bisher geschah

Am 11. März 2011 erschütterte ein Erdbeben die Tōhoku-Region Japans und löste so die fürchterliche Nuklearkatastrophe von Fukushima aus. In drei Reaktorblöcken kam es zu Kernschmelzen, wobei eine Menge radioaktives Material freigesetzt wurde, so dass die umliegende Landschaft sowie die Luft und das Wasser des angrenzenden Ozeans versuchte.

Hals über Kopf wurden mehr als 100.000 Menschen aus ihrem geruhsamen Leben gerissen und wurden gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und vor der tödlichen Strahlung zu flüchten. Hunderttausende Tiere mussten zurückgelassen werden und verendeten in ihren Zuchtbetrieben.

Es steht zu erwarten, dass es noch weitere 20-30 Jahre dauern wird, bis die Entsorgung alles radioaktiven Materials der Nuklearkatastrophe von Fukushima abgeschlossen werden kann.

Japanische Regierung will Kühlwasser in den Ozean leiten

Um die verheerende Kernschmelze aufzuhalten und Schlimmeres zu verhindern, wurden die rauchenden Reaktorblöcke von Hubschaubern und Wasserwerfern geflutet. Dabei wurde das Wasser jedoch stark radioaktiv verseucht. Zu Beginn des Jahres 2021 sollen laut japanischen Medien über eine Million Tonnen Wasser aus Fukushima zurück in den Ozean geleitet werden.

Momentan lagert die Regierung dieses Wasser in speziellen Tanks und wird genau gefiltert, um radioaktive Stoffe zu entfernen. Nach dem Abschluss der Filterung soll das Wasser nur noch Tritium enthalten, das sich mit den momentanen technischen Möglichkeiten noch nicht entfernen lässt. Dieser Stoff ist radioaktiv, doch für Menschen nur in sehr hohen Dosen schädlich. Früher wurde Tritium verwendet, um die Zifferblätter von Uhren zum Leuchten zu bringen.

Experten glauben nicht an Risiken für Menschen

Doch ist es wirklich bedenkenlos möglich, verseuchtes Wasser wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückzuführen? Zumindest gesundheitlich sieht die Internationale Atomenergie-Organisation keine Bedenken. Die Fischer der Region sehen das jedoch ganz anders und wappnen sich für den Widerstand. Sie haben Angst, dass niemand mehr Fische aus der Region kauft, sobald das Wasser wieder zurückgeleitet wird.

Diese Bilder von einem Roboter zeigen dir die Nuklearkatastrophe von Fukushima in einem völlig neuen Licht. Auch eine andere Entdeckung, die in dem verunglückten Atomkraftwerk gemacht wurde, bereitet Forschern große Sorgen.

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