Science 

Es gibt einen "potentiellen Hochrisiko-Coronavirus" durch Schweine, so Forscher

Es besteht eine potentiell hohe Coronavirus-Gefahr, die von infizierten Schweinen ausgehen könnte.
Es besteht eine potentiell hohe Coronavirus-Gefahr, die von infizierten Schweinen ausgehen könnte.
Foto: iStock.com/narvikk
Von einem "potentiellen Hochrisiko-Coronavirus" sprechen Forschende nun im Zusammenhang mit Schweinen. Das steckt hinter der möglichen neuen Coronavirus-Gefahr.

Es existiert nicht nur Sars-CoV-2, sondern es gibt viele verschiedene Coronaviren. Es könnte sein, dass auch diese dem menschlichen Körper gefährlich werden. Weil in China zahlreiche Schweine an dem Coronavirus Sads-CoV gestorben sind, untersuchten US-amerikanische Forschende, ob der Erreger auch auf den Menschen überspringen kann, weil sie eine weitere Coronavirus-Gefahr fürchteten. Das sind die Ergebnisse.

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Mögliche Coronavirus-Gefahr durch Schweine

Aufgrund von Mutationen können zahlreiche Erreger in Tieren auf den menschlichen Körper überspringen. Aller Wahrscheinlichkeit nach begann so die derzeitige Pandemie, mit der wir seit Monaten zu kämpfen haben. Nun erkannten US-amerikanische Wissenschaftler eine weitere Coronavirus-Gefahr durch Schweine.

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, trat die Virusinfektion Sads-CoV erstmals im Oktober 2016 bei Schweinen auf. Erst 2018 wurde jedoch festgestellt, dass der Erreger aus der Familie der Coronaviren stammt. Mehrere Krankheitsausbrüche gab es seither. Alleine um die Jahreswende 2016/2017 starben offenbar mehr als 25.000 Ferkel an Sads-CoV.

Sads-CoV steht für "Swine acute diarrhoea syndrome" und ist ein akutes Durchfall-Syndrom bei Schweinen. Um zu testen, ob der Erreger auf den Menschen übergehen kann, machten Forschende der University of North Carolina ein Experiment: Sie infizierten menschliche Zellen.

Das ist das Ergebnis der Studie

Die Forschenden infizierten nicht nur Zellkulturen von Menschen, sondern auch welche von Affen, Katzen und Schweinen. Das Ergebnis: Bereits nach 48 Stunden konnten aktive Viren in der Leber, im Darm und im Magen festgestellt werden. Auch in der menschlichen Nasenschleimhaut sowie in den Atemwegen und der Lunge wurden die Erreger nachgewiesen.

Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS und schlussfolgern: "Effizientes Wachstum in primären menschlichen Lungen- und Darmzellen impliziert, dass Sads-CoV ein potenzielles Hochrisiko-Coronavirus ist, das sich negativ auf die Weltwirtschaft und die menschliche Gesundheit auswirken könnte."

Offenbar könne der Wirkstoff Remdesivir helfen. Allerdings testete die Weltgesundheitsorganisation das Coronavirus-Medikament und kam zu einem ernüchterndem Ergebnis.

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