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Coronavirus: Eine harmlose Aktivität macht Ansteckung zu 78 Prozent wahrscheinlicher

Es gibt einige Aktivitäten, die das Risiko für eine Corona-Ansteckung enorm steigern können.
Es gibt einige Aktivitäten, die das Risiko für eine Corona-Ansteckung enorm steigern können.
Foto: iStock.com/Enes Evren
Das Risiko einer Corona-Ansteckung soll vor allem durch eine unscheinbare Angewohnheit deutlich gesteigert werden, wie spanische Forscher melden.

Dass die Corona-Pandemie unseren Alltag maßgeblich beeinflusst, zeigt einmal mehr eine Studie. Die Untersuchung aus Spanien dokumentiert, wie verschiedene Umstände zu einem stark erhöhten Risiko für eine Corona-Ansteckung führen können.

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Corona-Ansteckung: Diese Personen sind besonders stark gefährdet

Spanische Wissenschaftler haben einer in Environmental Research veröffentlichten Studie herausgefunden, dass Personen verschiedener Gruppen um bis zu 78 Prozent anfälliger für eine Covid-19-Infektion sind. Was genau die Corona-Ansteckung wahrscheinlicher macht, sind zum Teil erschreckend gewöhnliche Aktivitäten.

Das kann eine Corona-Ansteckung wahrscheinlicher machen (in %):

  • Mit einem Covid-19-Patienten zusammenleben: + 60%
  • Vor Ort im Büro arbeiten: + 76%
  • Hunde ausführen: + 78%

Größere Gefahr für Hundebesitzer

In Bezug auf die Tierhaltung deutet die Analyse im Detail an, dass sich Hunde mit dem Coronavirus infizieren und es weiter verbreiten, oder es von kontaminierten Oberflächen zu ihren Besitzern transportieren können. Tierhalter sollten demnach besonderen Wert auf Hygiene legen, da beispielsweise nicht auszuschließen ist, dass eine Corona-Ansteckung über die Exkremente von Hunden erfolgt.

Abgesehen davon soll das Risiko der Studie zufolge auch steigen, wenn Lieferservices, zum Beispiel für Lebensmittel, in Anspruch genommen werden. Als effektivste Hygienemaßnahme wurde dagegen das Desinfizieren gekaufter Produkte eingestuft. Dies soll sogar noch erfolgreicher sein, als Masken und Handschuhe zu tragen.

So erfolgte die Untersuchung zur Corona-Ansteckung

Für die Studie, die von der Universität Granada und der Andalusian School of Public Health erstellt wurde, befragten die Wissenschaftler 2.086 Personen in Spanien (41 Prozent davon zwischen 40 und 54 Jahren) nach ihren Aktivitäten während der Corona-Pandemie und ob sie sich mit Covid-19 infiziert hatten.

Nach dem Vergleich der Daten fanden sie heraus, dass es bei 4,7 Prozent der Probanden (98 Personen) zu einer Corona-Ansteckung gekommen war. Diese wurde mit den oben genannten Aktivitäten in Verbindung gebracht. Eine beispielhafte Erkenntnis, die die Forscher anschließend aus ihren Untersuchungen abgeleitet haben, ist, dass es zum Beispiel wenig sinnvoll sei, Kinderspielplätze zu schließen, während Hundeparks weiterhin geöffnet sind.

Hunde können das Coronavirus übrigens auch erschnüffeln können, statt es nur weiterzugeben. Anstecken können sich aber auch Katzen mit Covid-19 und andere Tiere. Erst kürzlich wurde gemeldet, dass Tausende Nerze in Dänemark getötet werden müssten wegen einer Corona-Übertragung.

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