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Coronavirus: Diese Frau hat den BioNTech-Impfstoff schon getestet – jetzt erzählt sie davon

Eine Teilnehmerin an der Studie zur Corona-Impfung von Pfizer und BioNTech berichtet jetzt von ihren Erfahrungen. (Symbolbild)
Eine Teilnehmerin an der Studie zur Corona-Impfung von Pfizer und BioNTech berichtet jetzt von ihren Erfahrungen. (Symbolbild)
Foto: iStock.com/zoranm
Eine Teilnehmerin der Studie zur Corona-Impfung von BioNTech und Pfizer berichtet jetzt von ihren Erfahrungen mit der Impfung.

In Sachen Corona-Impfung geht es voran. Pfizer und BioNTech konnten in Rekordzeit einen Coronavirus-Impfstoff entwickeln, der erste Erfolge zeigt. In der dritten Phase der Studie konnten mehr als 90 Prozent der bestätigten Infektionen verhindert werden. Nicht nur die Forschenden, die BNT162b2 entwickelt haben, auch den Studienteilnehmenden ist es zu verdanken, dass wir möglicherweise bald eine Corona-Impfung haben. Eine von ihnen ist Jenny Hamilton aus Atlanta. Sie erzählt jetzt von ihren Erfahrungen.

Wenn der Impfstoff kommt: Wer wird zuerst geimpft?
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Corona-Impfung: So läuft die Studie ab

Die 57-jährige Jenny Hamilton ist eine ehemalige Polizeibeamtin, die mittlerweile als Filmset-Security für die Filmindustrie arbeitet. Sie nimmt an der Studie zur Corona-Impfung BNT162b2 von Pfizer und BioNTech teil. Im Business Insider berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Studienteilnehmenden erhalten im Laufe der Studie zwei Imfpstoff-Dosen in einigem Abstand. Vor der ersten Injektion wurden Jenny Hamilton eine Reihe von Fragen gestellt. Außerdem wurde sie auf Covid-19 getestet und ihr wurde Blut abgenommen. Sie wusste zu dem Zeitpunkt nicht, ob sie das Placebo oder die Corona-Impfung bekommen hat.

"Doch in dieser Nacht wurde ich dann sehr müde. Am nächsten Tag war ich wirklich erschöpft und bekam leichtes Fieber zwischen 37,2 bis 37,8 Grad, das zweieinhalb bis drei Tage anhielt", erklärt sie. Drei Wochen nach der ersten Injektion erhielt sie die zweite. Auch nach dieser war sie am nächsten Tag erschöpft und schlief die meiste Zeit des Tages. Zwei oder drei Tage lang hatte sie außerdem erneut leichtes Fieber.

Jenny Hamilton befindet sich derzeit in der dritten Phase der Studie zur Corona-Impfung. Einen Monat nach der zweiten Injektion wurde ihr erneut Blut abgenommen. Und auch im März 2021 wird es erneut nötig sein, ihr Blut abzunehmen. "So kann festgestellt werden, ob ich Antikörper habe – oder eine andere Immunreaktionen der Blutplättchen und weißen Blutkörperchen stattgefunden hat – und wie mein Organismus darauf reagiert."

Corona-Impfung: Studienteilnehmende sollen Tagebuch führen

"Nach jeder Injektion sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sieben Tage lang die Reaktionen ihres Körpers und die Nebenwirkungen, die sie verspüren, detailliert aufschreiben. [...] Falls ich auf irgendeine dieser Fragen eine verstärkte Reaktion zeige, dann meldet sich eine Studienkoordinatorin bei mir. [..] Bei bestimmten Einträgen im Tagebuch werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert, sofort ihren Studienkoordinator anzurufen. Sie melden sich sofort und vergewissern sich, dass es euch gut geht. Außerdem überprüfen sie, wie schwerwiegend die Reaktionen sind", so Jenny Hamilton.

Zudem bestünde jederzeit die Möglichkeit, die Studienkoordinierenden anzurufen, falls man das Gefühl hat, sich aus der Studie zurückziehen zu wollen.

Corona-Impfung: Was ihre die Motivation für die Studie?

Jenny Hamilton, die selbst Asthma und die Autoimmunerkrankung Hashimoto hat, wollte sich aus zwei Gründen aktiv einbringen und Teil der Studie werden: Sie wollte ihren Mitmenschen helfen und dabei unterstützen, dass Therapeutikum oder eine Corona-Impfung gefunden wird, um Menschen vor dem Tod zu bewahren.

Mehr zur Corona-Impfung BNT162b2 kannst du hier nachlesen. Wie sich ein Impfstoff auf die Corona-Pandemie auswirken kann, erfährst du hier.

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