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Planet Erde: Forscher vermuten neuen Superkontinent in der Zukunft

Planet Erde, wie wir sie kennen. Doch in einigen Jahren könnte sich das Aussehen des Planeten ändern.
Planet Erde, wie wir sie kennen. Doch in einigen Jahren könnte sich das Aussehen des Planeten ändern.
Foto: imago images / Panthermedia
Die Erde ist in einem stetigen Wandel, auch wenn du es mit dem bloßen Auge nicht siehst. Forscher haben berechnet, dass uns ein neuer Superkontinent erwartet.

Es ist ein Gemeinplatz der Forschung, dass die Kontinentalverschiebung frühere Superkontinente aufgespalten und zu den aktuell vorhandenen Kontinenten geführt hat. Doch kommt es in der Zukunft noch zu einem neuen Superkontinent? Forscher haben hierfür zwei Zukunfts-Szenarien entworfen, wonach die Landmassen des Planeten sich noch einmal wieder zu einer großen Landmasse vereinen könnten. Das passiert nach ihren Hochrechnungen zwar erst in gut 200 Millionen Jahren, aber der Superkontinent könnte Planet Erde ganz anders aussehen lassen.

Planeten im Sonnensystem sind rund – aber warum ist das so?
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Was ist ein Superkontinent?
  • Als Superkontinent werden zusammenhängende Landmassen bezeichnet.
  • Sie vereinen fast alle Kontinentalkerne beziehungsweise Kratone der Erde in sich.
  • Sie entstehen in geologischen Zeiträumen durch die Bewegung der Lithosphärenplatten und zerfallen später wieder.
  • Der bekannteste und jüngste Superkontinent ist die Pangaea, die im Perm und der Trias bestand.
  • Die zusammenhängende Landmasse, die derzeit aus den Kontinenten Europa, Asien und Afrika besteht, wird wahlweise als Großkontinent oder als Superkontinent Afrika-Eurasien bezeichnet.

Planet Erde kriegt neuen Superkontinent

Wo würde der neue Superkontinent auf dem Planeten Erde liegen, den uns Forscher voraussagen? Dazu gibt es zwei Theorien. Das neu geformte Land könnte sich um den Nordpol konzentrieren oder auch einen Superkontinent am Äquator bilden. Das wollen Geologen ermittelt haben, die durch die Lage des Superkontinents entscheidende Auswirkungen auf das Klima unseres Planeten Erde folgern. Besonders angenehm für den Menschen wird es also nicht.

Auch wenn wir es nicht wirklich mitbekommen, befindet sich die Oberfläche des Planeten Erde in ständiger Bewegung. Dadurch können sich Kontinente in Mini-Schritten aufeinander zu bewegen und auch wieder voneinander wegdriften. In Ostafrika etwa werden schon Riftzonen beobachtet, entlang derer sich Landmassen voneinander lösen können. Der Prozess braucht aber viele, viele Jahre.

So kommt es zu dem Superkontinent

Michael Way vom Goddard Institute for Space Studies der NASA und sein Team haben im Dezember 2020 eine geophysikalische Simulation genutzt, um zu sehen, wie der Planet Erde in ferner Zukunft aussehen könnte, wenn die aktuellen Planetenbewegungen so weitergehen. Das Ergebnis erstaunt. Die Kontinente der Erde, die heute über den ganzen Globus verteilt sind, werden sich in rund 200 Millionen Jahren wieder in einem Gebiet konzentrieren. Das gab es zuletzt vor weiteren 200 Millionen Jahren beim Superkontinent Pangäa.

Wo wird der Superkontinent liegen?

Nur über die Lage ist sich das Team nicht sicher. Der neue Superkontinent Amasia könnte sich im hohen Norden bilden, so die Forscher. Dem Namen entsprechend wird er sich zusammensetzen aus Asien und Amerika. Aber auch alle anderen Kontinente außer der Antarktis werden am Nordpol zu einer großen Landmasse verschmelzen. Einzig die Antarktis bleibt isoliert am Südpol. Kommt Amasia zustande, dann droht uns aber auch eine ewige Eiszeit.

Der zweite Superkontinent kommt erst in etwa 250 Millionen Jahren, nennt sich Aurica und liegt in der Äquatorregion der Erde, ähnlich dem vor einer Milliarde Jahren vermuteten Urkontinent Rodinia. Auch er soll alle bekannten Kontinente von heute in sich vereinen. Sollte es zu Aurica kommen, dann würden die globalen Mitteltemperaturen lediglich um rund drei Grad steigen, so die Forscher.

Was war die Ursache für das Auseinanderbrechen eines ehemaligen Superkontinentes? Forscher vermuten durch solche Phänomene in der Zukunft auch ein neues Massensterben. Früher wurde die Theorie der Kontinentalverschiebung noch von der Wissenschaft belächelt.

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