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Leben auf dem Mars: Ein Tier soll Missionen voranbringen

Lemuren könnten zum Leben auf dem Mars beitragen.
Lemuren könnten zum Leben auf dem Mars beitragen.
Foto: Getty Images/cokada/Johanes Christo/NurPhoto [M]
Die Reise zum und das Leben auf dem Mars sind beide mit einigen Herausforderungen verknüpft.

Seit geraumer Zeit schon arbeiten Raumfahrtagenturen wie die NASA und die ESA an den ersten bemannten Missionen zum Mars. Doch sind diese mit einigen Risiken und Herausforderungen verbunden. Eine von ihnen besteht in der Reise selbst beziehungsweise ihrer Dauer für die Besatzung. Lemure könnten dieses Problem beheben und so das Leben auf dem Mars ermöglichen.

Darum ist der Mars rot und tot und die Erde blau und lebendig
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Leben auf dem Mars: Reisen in Biostase

Beim Universum handelt es sich um eine eisige Leere der Dunkelheit, es gibt keinen Sauerstoff, keine Schwerkraft und keinen Schutz vor dem ständigen Schauer der kosmischen Strahlung. Ausbleibende Gravitation kann etwa zu einem Verlust an Muskel- und Knochendichte führen, da unsere Knochen und Muskeln nicht gegen die Schwerkraft arbeiten müssen, um uns zu bewegen. Doch arbeiten Forscher an Lösungsansätzen, um das Leben auf dem Mars dennoch zu ermöglichen.

Durch die Identifizierung von Ähnlichkeiten zwischen Zwerglemuren und anderen winterschlafenden Tieren könnten Forscher eines Tages in der Lage sein, winterschlafähnliche Zustände beim Menschen herbeizuführen, indem sie die Herzfrequenz und die Gehirnaktivität vorübergehend reduzieren. Das könnte Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma oder Herzinfarkt Zeit verschaffen, die Haltbarkeit von Transplantationsorganen verlängern oder sogar die Tür zu Langstrecken-Raumfahrten öffnen.

Scheintod und Biostase könnten die Science-Fiction-Bilder der Menschen in "Kryoschlafkapseln" hervorbringen. Wenn Menschen in einen Zustand der Suspensionsanimation versetzt werden könnten, indem die Stoffwechselaktivität signifikant verlangsamt oder sogar komplett gestoppt wird, könnten Probleme rund um die Raumfahrt gelindert werden. Zu diesen Problemen gehören Zeit, Größe des Raumschiffs, Gesundheitsprobleme und Raumaufteilung.

Forscher wollen Lemuren-Gene nutzen

Im Kälteschlaf kann die Herzfrequenz von Zwerglemuren von 120 Schlägen pro Minute auf nur sechs sinken, und die Atmung verlangsamt sich auf ein Minimum. Anstatt wie die meisten Säugetiere eine konstante Körpertemperatur zu halten, erwärmt sich ihr Körper TheNextWeb zufolge mit der Temperatur der Außenluft und kühlt wieder ab, wobei er an einem einzigen Tag um bis zu 25 Grad schwankt.

Durch die Untersuchung der microRNA-Strategie, die diese Tiere verwenden, kann dieser genetische "An- oder Aus"-Schalter für schnelle, veränderbare Veränderungen ausgenutzt werden, die den Winterschlaf beim Menschen unterstützen könnten. Forscher untersuchen auch andere Aspekte des Winterschlafs von Primaten, wie etwa das Abschirmen von Zellen gegen Stress, wie sie das globale Niveau des Gens regulieren und wie sie ausreichend Energie für ihr Überleben aus dem Winterschlaf speichern.

Inwiefern sich diese und ähnliche Erkenntnisse auf den Menschen anwenden lassen, bleibt zunächst abzuwarten. Auch Elon Musk plant, den Menschen das Leben auf dem Mars zu ermöglichen. Einige Bauten sollen dieses Vorhaben erleichtern.

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