Exoplaneten
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Exoplaneten: Forscher entdecken Ursprung erdähnlicher Planeten

Ein neues Instrument hat den Geburtsort von Exoplaneten identifiziert.
Ein neues Instrument hat den Geburtsort von Exoplaneten identifiziert.
Foto: imago images/Science Photo Library
Wie Exoplaneten entstehen und wo sie herkommen, darüber forschten einige Astronomen. Jetzt haben sie einen Durchbruch errungen und den Geburtsort erdähnlicher Planeten gefunden.

Erdähnliche Planeten? Davon wurden bereits Tausende von Forschern außerhalb unseres Sonnensystem entdeckt. Aber wie entstehen diese Exoplaneten? Diese Frage war bisher ungeklärt. Jetzt wollen Heidelberger Forscher diese Rätsel endlich gelöst haben. Hierfür kam ein spezielles Beobachtungsinstrument zum Einsatz, der unvorhergesehene Einblicke erlaubte.

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Exoplaneten: Geburtsort gefunden mit Super-Infrarotkamera

Die Wissenschaftler aus Heidelberg haben Indizien auf einen Wirbel am inneren Rand einer planetenbildenden Scheibe um einen jungen Stern entdeckt. Das teilt das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg am Donnerstag, den 21. Januar 2020 in einer Pressemitteilung auf ihrer Webseite mit. In Wirbeln dieser Art sollen kleine Teilchen zusammenströmen und wachsen. So würden sie die Bausteine für spätere Planeten bilden.

Zum Einsatz kam bei der internationalen Kooperation das neue Instrument "Matisse". Hierfür zeichneten sich die MPIA-Wissenschaftler selbst verantwortlich. Bei Matisse handelt es sich um Infrarotkamera für das Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile. "Matisse", kurz für Multi AperTure mid-Infrared SpectroScopic Experiment, kombiniert das von bis zu vier einzelnen Teleskopen gesammelte Licht und kann so bildgebende Beobachtungen vom All machen. Die Anlage simuliert so die Abbildungsleistung eines Teleskops mit einem Durchmesser von bis zu 200 Metern.

Geburtsort erdähnlicher Planeten sind Scheiben

Matisse ergab nun eine Einsicht, die allen bisherigen Astronomen verwehrt war. Zwar konnten bereits über 4.000 erdähnliche Planeten gefunden werden, die um ferne Sterne kreisen. Doch wusste noch keiner, wie sich diese Planeten aus den Scheiben bilden konnten, die aus wenig mehr als Staub und Gas bestehen und sich um ihre Muttersterne formieren.

Die Exoplaneten entstehen in diesen Regionen aus Gesteinsbrocken, die sich über eine lange Zeit aus winzigen Staubkörnern zusammensetzen. "Matisse" hat nun einen Wirbel entdeckt, der in einen Ring aus heißem Staub am inneren Rand der sogenannten protoplanetaren Scheibe des jungen Sterns HD 163296 zu finden ist. Laut den Berechnungen der Forscher soll der Wirbel den Stern innerhalb eines Monats umkreisen.

Ein neuer Exoplanet wurde vor Kurzem in der Milchstrasse entdeckt. Jüngst wurde auch erstmals ein Exoplanet durch Radiowellen entdeckt.

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