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Seltene Supernova in der Milchstraße: Astronomen feiern Premiere

Eine seltene Art der Supernova wurde in der Milchstraße nachgewiesen.
Eine seltene Art der Supernova wurde in der Milchstraße nachgewiesen.
Foto: [futurezone.de] via Canva.com
Ein bisher kaum erforschtes galaktisches Phänomen wurde nun auch in unserer Milchstraße entdeckt. Astronomen berichten vom seltenen Relikt einer Typ 1ax Supernova.

Es ist eine einzigartige Chance für die Astronomie, denn eine Supernova vom Typen 1ax wurde in unserer Galaxie noch nie zuvor gesichtet. Nun ist die Milchstraße rückblickend zum Schauplatz des seltenen Spektakels geworden und das Relikt könnte Wissenschaftlern außergewöhnliche Einsichten bei der Erforschung von Sternexplosionen ermöglichen.

Einzigartige Supernova: Forscher finden sie in der Milchstraße

Tatsächlich standen die Überreste der exotischen Supernova schon länger unter Beobachtung, doch bisher waren sich Astronomen unsicher, ob die glühenden Gase von Sagittarius A East wirklich vom Ende eines Weißen Zwerges kommen. Das Relikt ist rund 25.000 Lichtjahre von uns entfernt und befindet sich in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Genauer können die Überreste in der Nähe des Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie lokalisiert werden.

Mithilfe des Chandra-Röntgenteleskops und anschließender Röntgenspektroskopie definierten Ping Zhou und sein Forscherteam aus Amsterdam die seltene Supernova. Eine Sternexplosion vom Typ 1ax ähnelt in der Entstehung einer Supernova vom Typen 1a. Die Ursache ist ein Weißer Zwerg, der seinem Sternbegleiter enorm viel Material wegnimmt und in sich aufsaugt. Doppelsterne sind im Universum keine Seltenheit. Durch die dazugewonnene Masse wird der Weiße Zwerg instabil und explodiert anschließend in großer Manier. Die Explosion kann dabei kurzzeitig genau so viel Licht abstrahlen wie eine gesamte Galaxie. Mehr Infos darüber, wie eine Supernova abläuft, findest du hier.

Über Typ-1ax-Supernovae ist wenig bekannt

Die Messungen der Elemente des Sgr-A-East-Relikts zeigen allerdings Abweichungen zu einer gewöhnlichen Supernova vom Typen 1a. Deswegen gehen die Experten davon aus, dass es sich hierbei um die Seltenheit einer 1ax-Supernova handelt. Die Überreste enthalten in der Regel weniger schwere Elemente. Wie Scinexx berichtet, kommen in der Theorie auf zehn Supernovae vom Typen 1a nur drei Explosionen vom Typen 1ax.

Über 1-ax-Supernovae ist noch sehr wenig bekannt, doch dadurch, dass die Forschenden das Relikt in der Milchstraße entdeckt haben, könnte sich die schlechte wissenschaftliche Lage bald ändern. Die Astronomen erhoffen sich, mehr über die Explosion von Weißen Zwergen zu erfahren. Weil die Supernova zudem besonders hell verlaufen ist, können die Wissenschaftler ihre Entfernung besser ermessen und damit generelle Schlüsse über die Expansion des Universums ziehen. Wie schnell das Universum sich ausweitet, ist Forschenden weiterhin ein Rätsel.

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