Wer sich dessen noch nicht bewusst war, erfährt es jetzt: Auch die Aufnahme spezieller Nahrung kann das Krebsrisiko steigern. Der Stiftung Warentest und der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge, gelten inzwischen selbst einige Produkte nachweislich als krebserregende Lebensmittel, die für viele zum normalen Alltag gehören. Gleich fünf davon erscheinen auf den ersten Blick sehr harmlos.

Krebserregende Lebensmittel: Selbst Grundnahrungsmittel können schaden

Für viele ist vor allem eine Nachricht nicht gut zu verkraften: Fleisch, vor allem beliebte Sorten wie Rind, Schwein, aber auch Lamm, trägt zu einem gesteigerten Krebsrisiko bei. Dabei erhöht sich dieses noch mehr, wenn die damit sowieso schon krebserregenden Lebensmittel geräuchert oder gepökelt wurden. Ebenso führt scharfes Anbraten von Fleisch oder das Verkohlen auf dem Grill dazu, dass krebserregende Substanzen entstehen, berichtet der Deutschlandfunk unter Berufung auf die Deutsche Krebsgesellschaft.

Doch nicht nur Fleisch, auch andere Grundnahrungsmittel und Produkte gelten laut der Einschätzung von WHO und Stiftung Warentest längst als nachweislich gefährdend, weil sie das Wachstum von Krebszellen fördern beziehungsweise beschleunigen: Wurst, Milch, Zucker und Alkohol.

Wie groß das Risiko durch diese krebserregenden Lebensmittel ist, hängt dabei maßgeblich von der verzehrten Menge ab. So soll sich inzwischen schon jede dritte Krebserkrankung auf eine falsche Ernährung zurückführen lassen, wie die WHO berichtet (via Stiftung Warentest).

Diese Mengen sind bei krebserregenden Lebensmittel zu beachten

Der Stiftung Warentest zufolge sollten bei einigen der krebserregenden Lebensmittel bestimmte und sehr konkrete Mengen gar nicht erst überschritten werden, auch wenn ein 100-prozentiger Schutz natürlich nicht möglich ist. Besonders hart ist das Urteil, da beispielsweise Genussmittel wie Bier, Wein und Gin in jeder Menge Krebs erzeugen können. Immerhin lässt sich zumindest das Risiko verringern, wenn dieses bekannt ist.

Krebserregende Lebensmittel:

  • #1 Wurst, Schinken und anderes verarbeitetes Fleisch: „Möglichst wenig“ lautet das Urteil der Stiftung Warentest zur empfohlenen Maximalmenge. Seit 2015 werden diese Nahrungsmittel als „karzinogen“, also krebserregend, eingestuft. Studien haben das Risiko nachgewiesen. Wer nicht mehr als 50 Gramm am Tag davon isst, verhindert, dass das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent steigt, so die WHO.
  • #2 Rotes Fleisch: Steak, Hack und Co. gelten als „wahrscheinlich krebserregende“ Lebensmittel und sollten dementsprechen auch nicht übermäßig aufgenommen werden. Maximal 500 Gramm pro Woche lautet die Empfehlung. Hinweis: Geflügel, Wild und Innereien zählen nicht dazu.
  • #3 Milch: Im Fall von Milch ist die Menge besonders entscheiden. Zwischen 0,2 und 0,8 Liter pro Tag sollen vor Dickdarm- und Brustkrebs schützen können. Männern wird dagegen geraten, pro Tag nicht mehr als 1,25 Liter davon zu trinken, weil die enthaltene Menge an Kalzium das Prostatakrebsrisiko möglicherweise erhöht.
  • #4 Zucker: Direkt krebserregend ist das Lebensmittel Zucker nicht, indirekt jedoch kann der übermäßige Verzehr zu einem höheren Risiko führen. Übergewicht gilt als drittgrößter Faktor für Krebs und wird auch durch Zucker bedingt. Die Empfehlung lautet dementsprechend „Dicksein vermeiden„.
  • #5 Alkohol: Auch wenn wir es eigentlich schon wissen, aber laut Stiftung Warentest ist „jedes Glas kritisch“. Schon die WHO warnt, „Alkohol erhöht in jeder Menge das Krebsrisiko“. Gleich sieben Arten der Krankheit – in Mundhöhle, Speiseröhre, Hals, Darm, Leber und Brust – sollen sich auf Alkohol zurückführen lassen. Generell sollte daher komplett auf Alkohol verzichtet werden. Wer dies nicht kann, dem wird pro Tag maximal ein Drink (Frauen) beziehungsweise zwei Drinks (Männer) nahegelegt. Ein Getränk bezieht sich dabei auf 0,1 Liter Wein oder 0,3 Liter Bier.

Tipps für gesunde Ernährung: Sie kann Krebs vorbeugen

Wer sich aktiv gegen ein erhöhtes Krebsrisiko durch die eigene Ernährung schützen möchte, hat einige Möglichkeiten. Neben den von den Expert:innen der WHO und Stiftung Warentest genannten maximalen Verzehrmengen der bekannten krebserregenden Lebensmittel, lässt sich die Gesundheit nämlich noch zusätzlich beeinflussen. Dazu gehört vor allem, auf gesunde Ernährung zu achten. Diese kann zudem für bessere Blutwerte sorgen:

  • Viel Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse essen
  • Nur wenig zuckerhaltige Getränke trinken
  • Möglichst wenige salzhaltige Speisen

Auch die folgenden Hinweise der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (via Krebsinformationsdienst), die zwar nicht explizit der Krebsprävention dienen, können helfen, die Gesundheit zu stärken und zu erhalten:

  • Vollkorn wählen
  • Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen
  • Gesundheitsfördernde Fette nutzen
  • Schonend zubereiten
  • Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben

Fazit: Krebserregende Lebensmittel im Blick behalten

Du musst nicht auf deine täglichen Essroutinen und Lieblingsgerichte verzichten. Willst du dich aber besser schützen, ist es ratsam, die krebserregenden Lebensmittel auf deinem Speiseplan in geringen Mengen zu dir zu nehmen. Eine gesündere Ernährung kann dabei auch zusätzliche Effekte haben wie verbesserte körperliche Fitness, eine bessere Konzentrationsfähigkeit und generell besseres Wohlbefinden.

Übrigens: Wusstest du, dass 3 „Brainfoods“ die Gehirnleistung steigern können? Anders bei den folgenden Lebensmitteln. Auf nüchternen Magen solltest du diese Nahrung nicht zu dir nehmen. Eine Studie hat dafür eine interessante Erkenntnis über rein vegetarische Ernährung gemeldet.

Quellen: Stiftung Warentest, Deutschlandfunk, Krebsinformationsdienst

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