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Graue Haare: Überraschende Methode bringt die Farbe zurück, so Forscher

Graue Haare weg, ohne zu färben? Wissenschaftler:innen haben etwas entdeckt, das helfen könnte.
Graue Haare weg, ohne zu färben? Wissenschaftler:innen haben etwas entdeckt, das helfen könnte.
Foto: imago images/Westend61
Artikel von: Dana Neumann
Eine bei vielen unerwünschte Erscheinung sind graue Haare. Vor allem wer noch jünger ist, würde diese sicher gern verbergen. Die Wissenschaft macht diesbezüglich neue Hoffnung.

Was bei Männern oft als eine Art Veredelung angesehen wird, gilt bei Frauen meistens einfach nur als klares Merkmal für fortgeschrittenes Alter: ergrautes Haupthaar. Dass sich dieses ohne großen Aufwand in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen lassen könnte, zeigt eine erst kürzlich veröffentlichte Studie. Stimmen die dortigen Erkenntnisse, ist eines unter Umständen machbar: graue Haare weg, aber ohne Färben.

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Keine grauen Haare mehr: Gibt es einen Weg ohne Färben?

Herausgebracht wurde die aktuelle Studie am 22. Juni 2021. Forscher des Vagelos College of Physicians and Surgeons der Columbia University kommen darin zu dem Schluss, dass durch Stress bedingtes graues Haar über einen Weg und ohne Färben wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden kann. Zudem offeriere die Analyse große Einblicke in das Altern, erklärt der Mitautor Professor Dr. Martin Picard.

Zu beachten ist, dass die aktuelle Studie nicht unbedingt als repräsentativ gilt. Insgesamt studierten die Forscher:innen nämlich nur die Haare von 14 Testpersonen, davon sieben Männer und sieben Frauen. Diese mussten ein Stresstagebuch führen und jede Woche ihr Stresslevel bewerten. Dabei fiel auf, dass einige graue Haare in Verbindung mit reduziertem Stress ihre Farbe zurückerlangten: "Es gab ein Individuum, das Urlaub machte und fünf Haare auf dem Kopf dieser Person verdunkelten sich während dieses Urlaub, synchron mit der Zeit", sagte Picard in einer Pressemitteilung.

Picard zufolge bestätigt die aktuelle Untersuchung eine ganze Reihe bestehender Beweise, "dass menschliches Altern kein linearer, biologisch festgelegter Prozess ist, sondern, zumindest teilweise, angehalten oder sogar temporär umgekehrt werden kann".

So entstehen graue Haare

Hintergrund von grauem Haar ist in erster Linie das Altern und der damit verbundene Verlust des Pigmentes Melanin, das sich in Haut, Haaren und Augen findet. Bisherige Forschungen bezeugen jedoch auch ein beschleunigtes Ergrauen durch den Einflussfaktor Stress, auch wenn es entsprechende Untersuchungen bisher nur an Mäusen und nicht an Menschen gibt. Grund dafür sind fehlende Forschungswerkzeuge, um den Zusammenhang zwischen Stress und Haarfarbe über die Zeit präzise zu dokumentieren.

Auf der andere Seite gibt es The Register zufolge aber auch Studien an Mäusen, die das Ergrauen durch Stress mit dem Verlust von Stammzellen in den Haarfolikeln verdeutlichen. Diese Prozess lässt sich anders als die aktuellen Erkenntnisse andeuten nicht umkehren.

Als weitere mögliche Ursachen für graue Haare gelten angeblich auch die folgenden Dinge:

  • Rauchen
  • Stress
  • Hormonstörungen
  • Nährstoff- und Vitaminmangel
  • aggressive Haarpflegeprodukte
  • Erkrankungen der Schilddrüse und Blutarmut

Bizarre Hausmittel: Was hilft am besten gegen graue Haare?

Im Internet tummeln sich einige Ratschläge zu Mitteln und Methoden, die gegen graues Haar helfen sollen. Dass diese wirklich verlässlich sind, ist fragwürdig. Kurios sind sie dafür allemal und zumindest gesundheitliche Schäden sind durch ihre Anwendung nicht zu erwarten:

  • Zwiebelsaft: Er soll die Melaninproduktion anregen
  • gekochte Kartoffelschalen: Bei regelmäßiger Anwendung soll das Haar angeblich nachdunkeln
  • Apfelessig
  • Kokosöl
  • Curry
  • Natron

Weitere interessante Haar-Fakten

Urlaub könnte also helfen, graue Haare weg zu bekommen, ganz ohne Färben. Geht es nicht um das Alter, sondern andere seltene Färbungen, rücken andere in den Fokus. Rothaarige unterscheiden sich nämlich von uns anderen in einem Punkt. Auch Methoden gegen Haarausfall wurden von Forscher:innen schon näher untersucht.

Quellen: eLife, The Register, BGR, Eat This, Not That!

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